Stressmanagement: Was ist das?

Warum ist Stressmangement wichtig?

Mann sitzt vor seinem Laptop und ist gestresst von den Aufgaben um ihn herum

Stressmanagement ist enorm wichtig, denn: Auf den Menschen wirken im Alltag sehr unterschiedliche Belastungen, die im Körper Stressreaktionen hervorrufen können. Dies lässt sich auf die frühe Menschheitsgeschichte zurückführen: Ursprünglich hatten die Organismen einen Evolutionsvorteil, die bei Gefahren eine blitzartigen Alarmreaktion aktivierten konnten.

Auswirkungen auf den Körper

In ähnlicher Weise reagiert unser Körper mit Stress auf unterschiedliche objektive Belastungen, wie zum Beispiel Kälte, Hitze und Lärm, aber auch auf hohe Anforderungen in der Arbeitswelt und auf Spannungen im sozialen Umfeld. Menschen haben aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften, Gewohnheiten und Lebenserfahrungen eine unterschiedliche Toleranz für derartige Belastungen. Negativer Stress kann sich sowohl auf der psychischen als auch auf der physischen Ebene mit den unterschiedlichsten Symptomen bemerkbar machen. Zu diesen Stresssymptomen zählen zum Beispiel

  • eine gereizte oder aggressive Stimmung
  • fehlender Antrieb oder Überdrehtheit
  • Erschöpfung oder Angst

Auf der körperlichen Ebene treten oft

  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Magen- oder Verdauungsprobleme oder
  • eine stärkere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten auf

Positiver Stress – gibt es das?

Stress hat auch durchaus positive Seiten. Er ist viel mehr als nur der bloße Umgang mit Belastungen. Seine Bedeutung im Alltag nimmt stetig zu und fordert Menschen dazu heraus, sich ständig weiter zu entwickeln. Stress kann im Körper Kraft- und Energiereserven mobilisieren.

Es ist schwierig festzulegen, wo die Grenze für das richtige Maß an Herausforderung verläuft und ab welchem Punkt Stress krank macht. Viele Belastbarkeitssituationen sind unvermeidbar. Ein Großteil der Belastungen kann jedoch durch die Auseinandersetzung mit den Ursachen der Stress auslösenden Faktoren verhindert werden.

Wie gehe ich mit negativem Stress um?

Zum Stressmanagement gehören

  • eine gesunde Ernährung
  • ausreichend Bewegung und Schlaf sowie
  • körperliche und geistige Fitness

Eine ausgewogene Balance zwischen aktiver Erholung und Anspannung können dazu beitragen, die täglichen unvermeidlichen Herausforderungen besser zu meistern.

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Spa: Was ist das?

Was ist ein Spa?

Pärchen liegen auf Massageliegen im Spa

Der europäische Begriff Spa leitet sich von dem belgischen Heilkurort Spa ab. Das mondäne Städtchen mit seinen Mineralquellen könnte schon bei den Römern im 7. Jahrhundert bekannt gewesen sein, europaweit machten sich der Ort und seine Wasseranwendungen im 18. und 19. Jahrhundert einen Namen. Im amerikanischen Englisch wird der Begriff seit Mitte des 20. Jahrhundert für Badekurorte im Allgemeinen verwendet. Inzwischen ist Spa weltweit als Gattungsbezeichnung für Gesundheits- und Wellness-Einrichtungen geläufig, dabei insbesondere für den Bade- und Nassbereich von Hotels.

Was Bedeutet der Begriff?

Wer den Begriff recherchiert, stößt immer wieder auf Erklärungen, wonach Spa eine Ableitung aus dem Lateinischen sei. Als Abkürzung für „sanus per aquam“ beudeute es „gesund durch Wasser“. Auch wenn die Herleitung umstritten ist, erscheint der Zusammenhang passend: Zum einen herrschte im alten Rom bekanntlich eine hohe Badekultur. Und zum anderen schreibt man im gesamten modernen Kur- und Wellnessbetrieb der wohltuenden Kraft des Wassers eine zentrale Bedeutung zu.

Eine weitere – für uns nachvollziehbarere – Begriffserklärung stammt von Prof. Dr. Kai Illing: In seinen Forschungsergebnissen kommt er zu dem Schluss, dass der Begriff vom dem Indo-Germanischen Wort „Spaw“ abstammt und soviel wie Speien, Spucken, Blubbern bedeutet. Bezeichnend für eine an der Erdoberfläche austretende (Thermal-)Quelle.

Aufgrund seiner Popularität wird Spa heute in einer Vielzahl von Kombinationen verwendet: Vor allem im Englischen steht der Begriff, entsprechend der nachgewiesenen Herkunft, für Heilbäder. Er steht daher oft als Zusatz bei Ortsbezeichnungen, vergleichbar mit dem deutschen „Bad“. Spa-Bereiche im Hotel wiederum bezeichnen Wellness- und Gesundheitseinrichtungen wie Pools, Saunen und Fitnessbereiche sowie die Räumlichkeiten für Massagen und Beauty-Anwendungen.

In Spa Hotels sind diese Bereiche besonders ausgebaut und prägend für das Hotel. Day Spas wiederum sind auf Tagesgäste ausgerichtete Einrichtungen, in denen Gäste häufig Beauty-Behandlungen und Massagen erhalten. Saunen und teilweise auch Wasserbereiche gibt es hier ebenfalls.

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Soma-Körperarbeit: Was ist das?

Worauf basiert die Soma-Körperarbeit?

Grundlage der Soma-Methode ist das Lebenswerk der US-Forscherin Dr. Ida Rolf. Sie war Biochemikerin und seit den 1940er Jahren an einer heute als Rolfing bekannten Körperarbeit beteiligt, die Ida Rolf selbst als „Structural Integration“ bezeichnete. 1987 starb sie im Alter von 87 Jahren.

Was bedeutet der Begriff?

Gründer der Soma-Körperarbeit ist Dr. med. Bill Williams. Als Psychologe mit einem starken Interesse an Psychosomatik war er ein langjähriger Assistent von Ida Rolf. Seine Erfahrung mit vielen Patienten, seine Forschungen und Experimente mit Hilfe der Elektromyographie (Aufzeichnungsvorgang der elektrischen Aktionsströme der Muskeln) und sein Wissen über das Nervensystem ließen ihn eine Methode der Körperarbeit entwickeln, die von Ida Rolf „Soma“ genannt wurde . Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet im ursprünglichen Sinn die Gesamtheit des Menschen bestehend aus Körper, Geist und Seele. Hier wird auch die Philosophie deutlich, die den Menschen als Einheit versteht, deren drei Aspekte sich gegenseitig beeinflussen.

Die Soma-Therapie wird als körperzentrierte Therapie definiert, die darauf abzielt, Körper und Geist zu verbinden. Sowohl psychotherapeutische als auch physikalische Therapien werden in die somatische Therapie einbezogen, um eine ganzheitliche Heilung zu erreichen. Darüber hinaus werden körperliche Aktivitäten unternommen, um die aufgestaute Spannung zu lösen, die sich negativ auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Patienten auswirkt.

Warum Soma-Körperarbeit?

Somatische Therapien können unter anderem dazu beitragen,

  • Angstzustände
  • Stress
  • Trauer
  • Sucht sowie
  • Traumata

zu reduzieren. Daneben können auch Personen, die an chronischen körperlichen Schmerzen oder Verdauungsstörungen leiden, von einer Soma-Therapie profitieren.

Gut zu wissen: Soma-Therapieverfahren werden sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie eingesetzt.

Was kann ich davon erwarten?

Eine Soma-Therapie wird als alternative Form der Physiotherapie angesehen. Ein Therapeut hilft Patienten dabei, Erinnerungen zu rekonstruieren und analysiert, wie sie physisch darauf reagieren. Atemübungen, Yoga oder Tanz werden beispielsweise als alternative körperliche Techniken eingesetzt.

Bei der Soma-Therapie wird davon ausgegangen, dass Emotionen, Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind und dass traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit Auswirkungen auf das Nervensystem haben und zu Veränderungen im Körper und sogar in der Körpersprache führen können. Ein Beispiel hierfür könnten Gesichtsausdrücke und Körperhaltung sowie körperliche Schmerzen sein.

Das übergeordnete Ziel einer Soma-Therapie besteht darin, Patienten von Schmerzen und Stress zu befreien, damit sie wieder voll in ihrem Alltag aktiv werden können.

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Shiatsu: Was ist das?

Was bedeutet Shiatsu?

Shiatsu ist eine japanische Druck-Massage, die den Energiefluss entlang der Meridiane fördert. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Fingerdruck“. Die Wurzeln der ganzheitlichen japanischen Massagetechnik liegen in der chinesischen Tuina-Massage sowie in der japanischen Anma-Massage. Shiatsu baut dabei auf dem Konzept auf, dass das Qi, die Lebensenergie nach der Traditionellen Chinesischen Medizin, durch die Meridiane durch den ganzen Körper fließt. Diese sind an bestimmten Stellen mit der Hautoberfläche verbunden. An diesen Punkten kann der Körper daher besonders gut Energie aufnehmen.

Dieser Energiefluss hat Effekte auf die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Organe. Kommt es an einer Stelle zu einem Ungleichgewicht im Fluss des Qis, können sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden auftreten. Ziel einer Shiatsu-Massage ist es also, den Energiefluss wieder ein Einklang zu bringen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Die Geschichte des Shiatsu

Shiatsu entstammt dem Versuch Japans, im westlichen Gesundheitswesen eine Rolle zu spielen. Die ersten Formen der Massage bauen dabei vollständig auf westlichen Konzepten auf. In den frühen Varianten kommen daher weder die Meridiane, noch die „Fünf-Elemente-Lehre“ vor. In den weiteren Entwicklungen wurde auf Ideen der traditionellen japanischen Medizin zurückgegriffen. Diese Form des Shiatsus, aufbauend auf westlichen Konzepten und mit der japanischen Tradition verschmolzen, dominiert heute in Japan. Außerhalb des Ursprungslands gibt es heute viele Abwandlungen der Massageform.

Während Akupunktur und die Traditionelle Chinesische Medizin beispielsweise auf eine über tausend Jahre alte Geschichte zurückblicken, ist Shiatsu somit eine vergleichsweise junge Behandlungsmethode. Es wurde 1964 vom japanischen Gesundheitsministerium als eine eigenständige Behandlungsmethode anerkannt und definiert als „eine Form von manueller Behandlung, ausgeführt mit den Daumen, anderen Fingern und den Handflächen ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Instrumente“.

Shiatsu gilt als eine Therapie, bei denen Diagnose und eine sofortige Behandlung möglich ist. Erfühlt der Masseur bei einer Massage beispielsweise Verspannungen, Ungleichgewichte oder Verspannung, so kann er diese direkt beheben. Diese Therapieform trägt in Japan den Namen „shindan soku chiry?” – was so viel wie „Diagnose und Soforttherapie“ bedeutet.

Ablauf der Massage

Mann mit Therapeut während einer Shiatsu Massage

Massiert wird jedoch nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit den Handflächen, den Ellbogen und den Füßen. Auf einer weichen Matte am Boden wird Shiatsu in ruhigen, fließenden Bewegungen ausgeübt. Dabei ist der Patient voll bekleidet. Die Kleidung sollte möglichst lange Hosenbeine und lange Ärmel haben und wegen einer eventuellen elektrischen Aufladung möglichst keine Synthetikfasern enthalten. Der Shiatsu-Therapeut arbeitet mit tiefenwirksamen Druck entlang der auch aus der Akupunktur bekannten Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Shiatsu fordert von den Praktizierenden neben der Technik eine respektvolle Achtsamkeit sich selbst und dem Klienten gegenüber. Shiatsu ist auch eine mit der Akupressur verwandte Methode.

Die Wirkung von Shiatsu

Durch den sanften, tief wirkenden Druck auf die Haut soll eine Shiatsu-Massage innere Fehlfunktionen beseitigen sowie die Gesundheit fördern und erhalten. Aber auch bei konkreten Beschwerden wie Stress und Nervosität, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerz sowie bei Müdigkeit und Energiemangel oder bei Störungen des vegetativen Nervensystems soll die Heilung gefördert werden. Durch die Anregung und Harmonisierung des Energieflusses können sich Blockaden auflösen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und die körperlich-seelische Ausgeglichenheit gefördert. Zudem wirkt es positiv auf die Atmung, auf die Beweglichkeit und die Blutzirkulation.

Der richtige Zeitpunkt

Shiatsu kann zur Behandlung von akuten Beschwerden oder präventiv zur aktiven Verbesserung des eigenen Körperempfindens durchgeführt werden. Eingesetzt werden Shiatsu-Behandlungen beispielsweise bei folgenden Beschwerden:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stress
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Verdauungsprobleme
  • Durchblutungsstörungen
  • Kreislaufstörungen
  • Muskelverspannungen

Die Rolle des Therapeuten

Neben der körperlichen Massage spielt auch die direkte Begegnung von Therapeut und Gast eine wesentliche Rolle und soll aus dem Hara heraus geschehen. Als Hara wird die Körperzone verstanden, die die innere Mitte eines Individuums präsentiert und sie liegt unterhalb des Bauchnabels. Daher muss der Therapeut sich der eigenen Mitte bewusst sein und sich hierauf fokussieren, um einen achtsamen Umgang mit den Patienten zu pflegen.

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Schwefelbad: Was ist das?

Was ist ein Schwefelbad?

Schwefelbäder waren schon im Altertum als bewährtes Heilmittel bekannt. Heute kommt Schwefel vor allen Dingen in Form von Thermalbädern zum Einsatz. Hierbei badet der Patient in besonders schwefelhaltigem Mineralwasser oder in reinem Schwefelwasser. Jede schwefelhaltige Quelle muss mindestens ein Gramm Schwefel pro Liter Wasser enthalten, sonst darf sie nicht als Heilquelle bezeichnet werden.

Wie wirkt das Bad?

Frau genießt das Bad in einem Schwefelbad

Mehrere unterschiedliche Komponenten tragen zur schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung bei. Zum einen wirkt natürlich die muskelentspannende Wärme des Wassers, dabei wird die Wärmewirkung durch den Schwefelwasserstoff noch erhöht. Die Blutgefäße erweitern sich, Herzschlag und Stoffwechsel nehmen zu. Dies verstärkt die Durchblutung der Haut, führt zu einer besseren Aufnahme von Sauerstoff und Mineralien und transportiert den Schwefelwasserstoff ins Blut.

Wann hilft das Schwefelbad?

Thermale Schwefelbäder eignen sich gut zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen und Beschwerden wie

  • Erkrankung des Bewegungsapparates, darunter degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • Bandscheibenleiden
  • Rheuma
  • Muskelentzündungen
  • Verbesserung des Hautbildes bei Ekzemen oder Neurodermitis

Wie lange dauert das Bad?

Die Wassertemperatur eines Schwefelbades liegt zwischen 37 und 39 Grad und sollte circa 10 bis 20 Minuten dauern. Nach einem Schwefelbad wird heiß geduscht, damit sich die Hautporen öffnen und die unangenehmen Schwefelduftstoffe verschwinden. Da ein Schwefelbad Herz und Kreislauf stark belastet, ist anschließend eine längere Ruhepause verpflichtend.

Bei fieberhaften Erkrankungen und Bluthochdruck sowie einer Herz- und Kreislaufschwäche sind Schwefelbäder nicht erlaubt.

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Schwedische Massage: Was ist das?

Was ist eine Schwedische Massage?

Frau wird während einer Schwedischen Massage massiert

Die Schwedische Massage gilt als bewährte klassische Ganzkörper-Massage und wird deshalb in der Regel auch von Ärzten verschrieben. Mit verschiedenen manuellen Techniken wie Streichen, Kneten, Klopfen und Schütteln des Körpers werden insbesondere Muskelverspannungen und -verhärtungen behandelt – eine typische Rückenmassage. Neben einer Anregung des Lymphflusses erfolgt durch die Schwedische Massage auch der schnellere Abtransport von Schlackenstoffen.

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Schrothkur: Was ist das?

Was ist eine Schrothkur?

Johann Schroth entdeckte, dass Fasten die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte mobilisiert. Die Schrothkur basiert immer auf den folgenden vier Maßnahmen:

  • Schroth´sche Diät
  • Schroth´sche Packung
  • Schroth´sche Trinkverordnung
  • Wechsel aus Ruhe und Bewegung

Die Ernährung soll reizarm sein, damit der Verdauungsprozess möglichst unbelastet abläuft. Packungen stärken die körpereigenen Abwehrkräfte, während die Mischung unterschiedlicher Getränke die Gewebsdrainage unterstützt und aktivierend auf die Selbstheilungskräfte wirkt. Die Schrothkur ist somit auch eine Fastenart.

Wie Sebastian Kneipp erprobte auch der Fuhrmann Johann Schroth (1798 – 1856) seine Anwendungen zunächst an sich selbst. Er hatte beobachtet, dass kranke Tiere die Nahrungsaufnahme verweigern und das Trinken drastisch einschränken. Daraus schloss er, dass durch Fasten die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte mobilisiert werden. Fasten bedeutet also Entlastung und Freisetzen dieser Energien, sodass der Körper auf natürliche Art und Weise von innen heraus regenerieren kann.

Die Schroth´sche Diät:

Die Schroth´sche Diät ist der wichtigste Bestandteil der Schrothkur. Die Kost soll so reizarm wie möglich sein, um den Verdauungsprozess so einfach und unbelastet wie möglich ablaufen zu lassen. Nur gekochtes und gedünstetes Gemüse und Obst in Form von Kompotten soll den Darm – im Gegensatz zur Rohkost – entlasten. Zusätzlich werden Reis, Graupen, Körner, Grieß, getrocknete Pflaumen und Aprikosen und Kurgebäck angeboten.

Wie läuft eine Schrothkur ab?

Täglich außer sonntags wird der Gast von eigens hierfür ausgebildeten „PackerInnen“ morgens ab 4 Uhr mit einer Tasse heißem Kräutertee geweckt. Circa 10 Minuten später wird der von der Nachtruhe durchwärmte Körper in ein feuchtkaltes Leintuch gewickelt und mit trockenen, warmen Decken zugedeckt. Um eine rasche Erwärmung zu erzielen, werden bis zu 3 Wärmflaschen mit in die Packung gegeben. Die Packung soll unter anderem die körpereigenen Abwehrkräfte fördern, schmerzlindernd sowie krampflösend wirken und beruhigend sowie ausgleichend auf die inneren Organe wirken.

Im rhythmischen Wechsel, nach ärztlicher Verordnung, werden Heilwasser, Tees und Fruchtsäfte sowie trockene, naturreine Weiß- und Rotweine angeboten. Dies soll zu einer intensiven Gewebsdrainage und zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte führen.

In angemessenem Verhältnis tragen Ruhe und Bewegung, vorzugsweise in der freien Natur, dazu bei, Körper und Geist optimal zu regenerieren.

Wie lange geht die Kur?

Im Idealfall sollte eine Schrothkur einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen umfassen. In der ersten Woche der Schrothkur baut der Körper insbesondere Wasser, Eiweiß und Kohlenhydrate ab. Der gesamte Stoffwechsel stellt sich erst nach etwa einer Woche um. Eine umfassende Wirkung erleben die Teilnehmer von Schrothkuren nach drei Wochen.

Sinn und Wirkung einer Schrothkur:

Indikationen für die Schrothkur sind unter anderem:

  • Diabetes
  • Erkrankungen von Herz und Herzkranzgefäßen
  • Gicht
  • Gewichts- und Verdauungsprobleme
  • allergische Hauterkrankungen und Hautleiden
  • Migräne
  • Bluthochdruck
  • Durchblutungsstörungen
  • Akne
  • Rheuma
  • Neurodermitis

Die Schrothkur sollte von einem Kurarzt begleitet werden, der eine individuelle Kurverordnung erstellt und den Gast während seiner Behandlung anleitet.

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Schröpfen: Was ist das?

Was bedeutet Schröpfen?

Körper, während des Schröpfens mit Schröpfköpfen auf dem Rücken

Die Bezeichnung „Schröpfen“ hat sich aus dem althochdeutschen Wort „screfan“ entwickelt. Dies bedeutet so viel wie „kratzen“ oder eine „Verletzung setzen“. Schröpfen gehört zu den ältesten Heilmethoden. Das erste historische Zeugnis für die Verwendung von Schröpfköpfen fand sich als Emblem auf einem Arztsiegel aus der Zeit um 3.300 vor Christus in Mesopotamien.

Die Schröpfbehandlung gehört zu den Ausleitungsverfahren. Es meint die örtliche Blutableitung mit Hilfe eines auf die Haut aufgesetzten Schröpfkopfes.

Durchführung und Wirkung:

Durch den entstehenden Unterdruck werden die behandelten Hautpartien stärker durchblutet (unblutiges Schröpfen, Schröpfmassage) oder eine Ableitung von Blut (blutiges Schröpfen) bewirkt. Als Schröpfköpfe werden meistens glockenförmige Becher aus Glas oder Plastik mit etwa fünf bis zehn Zentimeter Durchmesser eingesetzt. In den Schröpfköpfen wird mithilfe eines Ballons oder Vakuumgerätes ein Unterdruck erzeugt. Die Schröpfbehandlung soll belastende Stoffe aus dem Körper entfernen, Verspannungen lösen oder die Energiebalance im Körper wiederherstellen.

Unterschiedliche Schröpf-Methoden:

Unblutiges Schröpfen

Beim unblutigen Schröpfen wird vor der Behandlung der zu behandelnde Bereich mit Rotlicht aufgewärmt. Dann werden, meistens am Rücken entlang der Wirbelsäule, sechs bis zehn Schröpfköpfe auf die Haut aufgesetzt. Durch den Unterdruck weiten sich die feinen Blutkapillare der Haut und nach wenigen Minuten entstehen zuerst blaue Flecken und dann Blutergüsse. Bleiben die Schröpfköpfe länger auf der Haut, können auch blutige Blasen entstehen. Die Behandlung dauert zehn bis fünfzehn Minuten.

Schröpfmassage

Die Schröpfmassage ist eine Variante des unblutigen Schröpfens. Dabei wird zunächst die Haut auf dem Rücken eingeölt. Der Behandler schiebt auf dieser Zone eine kleine Schröpfglocke hin und her. Die Behandlung wird abgebrochen sobald sich Haut rötet und damit eine stärkere Durchblutung anzeigt. Bei der Schröpfmassage entstehen keine Blutergüsse. Sie kommt ausschließlich bei kosmetischen Behandlungen zum Einsatz.

Blutiges Schröpfen

Für das blutige Schröpfen wird die Haut kreuzförmig eingeritzt. Nach dem Aufsetzen füllen sich die Schröpfköpfe aus den Schnitten mit Blut. Innerhalb von zehn bis zwanzig Minuten werden auf diese Weise pro Schröpfkopf etwa fünfzig Milliliter Blut abgeleitet. Die Behandlung ist schmerzhaft und die Haut wird ohne medizinische Notwendigkeit verletzt.

Trotz der langen Tradition des Schröpfens gibt es für die Wirksamkeit keine Nachweise.

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Serailbad: Was ist das?

Was ist ein Serailbad?

Beim Serailbad wird nach einer kurzen Aufwärmphase im Hamam eine reichhaltige Heilschlammpackung aufgetragen. Ist die Packung auf der Haut angetrocknet, muss sie in einem Dampfbad wieder aufgeweicht werden, bevor sie mit warmem Wasser abgespült wird. Die Haut fühlt sich nach dieser Anwendung sanft und weich an. Die Prozedur gleicht der des Rasulbades.

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Sauna: Was ist das?

Was ist eine Sauna?

Sauna-Aufguss in einer Sauna für den Beitrag im Wellness-Lexikon

Die Sauna gibt es in unterschiedlichen Abwandlungen bereits seit vielen tausend Jahren auf der ganzen Welt. In Deutschland etablierte sich die Sauna erst nach dem zweiten Weltkrieg. Die Form der Sauna, die am häufigsten genutzt wird, haben die Finnen in Mitteleuropa bekannt gemacht. Sie heißt daher auch „Finnische Sauna“. Während es in den ersten Jahrzehnten primär um das körperliche Wohlbefinden ging, steht heutzutage die ganzheitliche Erholung für Körper, Geist und Seele im Vordergrund. Neben der klassischen Finnischen Sauna finden die Besucher heute in den Wellnessabteilungen oder in den Saunalandschaften vieler Thermen auch oft ein Hamam, ein Rasubald, eine Kräutersauna oder eine Infrarotkabine.

Wie wirkt ein Saunabesuch auf den Körper?

Ein klassischer Saunagang gliedert sich in zwei Phasen:

  • die Aufheizphase und
  • die Abkühlphase

Aufheizphase

In der Aufheizphase kommt die Haut unmittelbar nach dem Betreten der Sauna durch die aufgeheizte Luft mit der extremen Hitze in Berührung. Da Luft aber ein schlechter Wärmeleiter ist, entsteht die eigentliche Wärmeübertragung durch den Hautkontakt mit dem Holz in der Sauna. Dieses lädt sich bis zu 100 Grad Celsius auf und gibt die Wärme gleichmäßig in Form von Strahlungsenergie an die Raumluft ab und heizt den Körper entsprechend auf.

Damit der Körper die extreme Temperatur in der Sauna ertragen kann, wird viel Blut in die Randzonen des Körpers in Arme, Beine und die Haut gepumpt. Denn bereits nach wenigen Minuten in der Saunakabine steigt die Temperatur an der Hautoberfläche bis auf 42 Grad Celsius an. Auch die Kerntemperatur des Körpers steigt langsam auf 38,5 Grad Celsius. Um bei einer solchen Temperatur Kreislaufproblemen vorzubeugen, arbeitet der Organismus auf Hochtouren und unternimmt alles, damit die Temperatur wieder auf 37 Grad Celsius sinkt:

  • der Herzschlag wird erhöht und
  • die Atemwege erweitert

Dadurch wird das Blut über die Lungen reichlich mit Sauerstoff versorgt und Gehirn und Herz werden stärker durchblutet. Der Körper beginnt zu schwitzen und über die gesamte Hautoberfläche breitet sich eine schützende Isolationsschicht aus. Dieses Luftpolster schirmt die Hitze bis zu einem gewissen Punkt ab. Dadurch kühlt die Hautoberfläche ab und die Körpertemperatur sinkt wieder auf 37 Grad Celsius.

Die anregende Wirkung der Sauna besteht also darin, dass der gesamte Organismus auf Hochtouren arbeitet, um die Hitze zu bewältigen. Neben der Anregung entsteht gleichzeitig ein Gefühl der Entspannung, da die Muskulatur in der Sauna überwärmt wird. Hierdurch kommt die Muskelarbeit fast vollständig zum Erliegen, da der Körper jede Muskelarbeit einstellt, durch die noch zusätzlich Hitze produziert werden könnte.

Abkühlphase

Nach dem Saunagang ist eine Abkühlung an der frischen Luft und unter der kalten Dusche genauso wichtig wie der Saunagang selbst. An der frischen Luft kühlen die Atemwege ab und die Lungen erhalten frischen Sauerstoff. Da Luft aber ein schlechter Wärmeleiter ist, kann auf die kalte Dusche nicht verzichtet werden. Erst unter einem kalten Wasserstrahl gibt der Körper 20 mal mehr Wärme ab als an der Luft. Deshalb sind Kaltwasseranwendungen wie ein Kaltwasserkübel, eine kalte Dusche oder ein eiskaltes Tauchbecken nach jedem Saunagang unbedingt notwendig, um die Körpertemperatur möglichst schnell zu normalisieren. Dabei ist die extreme Kälte nach dem Saunieren sowohl Anregung als auch Entspannung. Zunächst kommt es zur Anspannung, da sich die Muskulatur zusammenzieht und die Blutgefäße sich schlagartig verengen. Wie in der Sauna schlägt das Herz kurzfristig wieder schneller, Gehirn und Herz werden erneut stärker durchblutet.

Nach der kalten Dusche sollte auf jeden Fall noch ein warmes Fußbad genommen werden. Durch ein warmes Fußbad nach dem Saunagang erweitern sich die verengten Gefäße wieder und die überschüssige Restwärme wird aus dem Körperkern nach außen geleitet. Der Körper kann nun vollkommen entspannen. Das Fußbad nach der Sauna sollte circa 10 bis 15 Minuten dauern, wobei die Temperatur langsam auf 40 Grad Celsius ansteigen sollte. Es empfiehlt sich, danach einen Ruheraum aufzusuchen, um sich zu entspannen. Wichtig ist dabei, dass der Körper nicht auskühlt. Jede Ruhephase sollte doppelt so lang sein wie der Saunagang selbst.

Lesetipp: Damit der Sauna-Besuch Ihnen selbst und allen anderen Gästen Spaß macht, sollten Sie einige Dinge wissen und beachten. Wir haben mit einem Sauna-Experten gesprochen und Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Sauna erhalten
Ab in die Sauna: 11 Dinge, die Sie wissen und beachten sollten

Welche Aufgüsse gibt es?

Während eines Saunagangs gibt es meistens drei Aufgüsse. Dabei sollte man mindestens fünf Minuten vor dem ersten Aufguss in der Sauna sein, um leicht anzuschwitzen und zur Ruhe zu kommen.

Auch der Aufguss wird in Ruhe vorgenommen. Dabei nimmt man mit einer Schöpfkelle etwas Aufgusswasser aus dem Aufgusseimer und gibt ihn langsam über die heißen Saunasteine des Saunaofens. So können sich Wasser und Duft optimal in der Sauna verteilen. Wie viele Kellen aufgegossen werden, hängt von der Größe der Sauna und den persönlichen Vorlieben ab. In einer Sauna für zwei Personen reichen ein oder zwei Kellen. In einer großen Sauna mit vielen Menschen, wie man sie zum Beispiel in großen Saunawelten findet, kann auch ein ganzer Aufgusseimer verwendet werden.

Nachdem der Aufguss auf den Steinen verteilt wurde, wartet man noch etwa eine Minute, bis der Duft bei allen Besuchern angekommen ist. Dann nimmt der Saunameister ein Handtuch und verteilt die Luft im oberen Bereich der Sauna. Dabei schwingt er das Tuch kreisförmig, ähnlich wie ein Lasso. Anschließend nimmt er das Tuch an zwei Enden, bringt es über seinen Kopf und führt es schlagartig abwärts, so dass ein starker Luftstrom entsteht. Jeder Gast in der Sauna sollte drei Luftstöße erhalten.

Der zweite und dritte Aufguss verläuft genau wie der erste. Allerdings kann man beim zweiten Aufguss bereits einen anderen Duft verwenden und beim dritten Aufguss, falls gewünscht, etwas mehr Wasser aufgießen und stärker verwedeln.

In den Saunen der großen Saunalandschaften und Saunawelten werden die unterschiedlichsten Aufgüsse angeboten. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • aromatisierte Aufgüsse mit ätherischen Ölen
  • Salzaufgüsse oder
  • Honigaufgüsse

Die gesundheitlichen Vorteile:

Der Besuch in der Sauna hat aber nicht nur eine entspannende, sondern auch eine heilende Wirkung. Dies haben zahlreiche Studien nachgewiesen. Folgende Heilaspekte machen einen regelmäßigen Besuch in der Sauna sinnvoll:

  • Stärkung der Abwehrkräfte: Durch die starke Durchblutung des Gewebes und der Atemwege steigen dort die körperlichen Abwehrkräfte sprunghaft an. Regelmäßige Besuche in der Sauna beugen Erkältungen vor und stärken das Immunsystem.
  • Steigerung der Leistung: Durch regelmäßiges Saunieren wird das allgemeine Leistungsvermögen gesteigert, da durch den extremen Wechsel von Hitze und Kälte eine Vielzahl von Hormonen ausgeschüttet werden, die den Fettstoffwechsel ankurbeln, die Allergiebereitschaft hemmen und Entzündungsvorgänge unterdrücken.
  • Verbesserung der Atmung: In der Sauna entspannt nicht nur der Geist, sondern auch die Atemmuskulatur und die Bronchialwege weiten sich um ca. 15%. Darüber hinaus werden die Schleimhäute der Atemwege bis zu 7x stärker durchblutet als normal. Dies wirkt sich besonders heilsam bei Asthma aus.
  • Entgiftung des Körpers: Eine Übersäuerung des Körpers ist verantwortlich für eine Vielzahl von Krankheiten. In der Sauna werden diese Schadstoffe durch das Schwitzen über Haut und Nieren abgebaut und entsorgt.
  • Entlastung von Herz und Kreislauf: Ein regelmäßiger Saunabesuch stellt eine ideale Unterstützung für die Gefäße und den Kreislauf dar, da sich durch das regelmäßige Schwitzen die Blutgefäße und der Kreislauf regenerieren. Das Herzinfarktrisiko nimmt ab.
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