Der Begriff leitet sich von den griechischen Worten „thalassa“ (Meer) und „therapeia“ (Pflege) ab. Wörtlich heißt Thalasso-Therapie „Heilbehandlung durch das Meer“.
Dem griechischen Arzt Hippokrates wird die Entdeckung zugeschrieben, dass Wunden an den Händen der Fischer ohne Infektionen abheilten. Daraus schloss er, dass das Meer aktive Heilkräfte haben müsste und verordnete seinen Patienten Meerwasserbäderund -umschläge. Damit wird Hippokrates – neben vielen anderen Naturheilverfahren – auch die Begründung der Thalasso-Therapie zugeschrieben. Über viele Jahrhunderte geriet diese Form der Therapie jedoch in Vergessenheit, unter anderem deswegen, weil im Mittelalter Wasser als Auslöser von Pest- und Syphilis-Epidemien galt.
Erst die Entdeckung des Londoner Arztes Richard Russel im Jahr 1750, dass am Meer lebende Menschen seltener erkrankten als Menschen im Landesinneren, steigerte die Popularität der Thalasso-Therapie. Von England aus verbreiteten sich Seebäder über den Kontinent.
Die moderne Thalasso-Therapie konnte aber erst durch die wissenschaftlichen Entdeckungen des französischen Biologen René Quinton begründet werden. Er bewies, dass die positiven therapeutischen Effekte des Meerwassers auf die Ähnlichkeit seiner Zusammensetzung zum menschlichen Blutplasma zurückzuführen sind. Durch Meerwasserbäder und Meerwasserbehandlungen können also unsere Vorräte an lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen wieder aufgeladen werden.
Anwendungen mit Meerwasser und Algen
Das Potenzial der Thalasso-Therapie liegt in zwei Komponenten: dem heilenden Salz im Meer und den lebenswichtigen Mineralien in den Algen.
Meerwasser
Meerwasser beinhaltet ein beträchtliches Quantum an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, auf denen die medizinische und kosmetische Wirkung beruht. Die moderne Thalasso-Therapie findet heutzutage sowohl direkt am Meer als auch in Meerwasserbecken in Thalasso-Zentren statt. Nach wie vor gelten direkte Meerbäder als die aktivste Form einer Thalasso-Kur, allerdings wird heute meistens frisches Meerwasser zu den Thalasso-Zentren gepumpt, mehrmals gefiltert und auf circa 33 Grad Celsius erwärmt. Die Erwärmung des Meerwassers führt zusätzlich zur Entspannung der Muskulatur und wirkt schmerzlindernd auf Gelenkerkrankungen. Somit wird der Indikationsbereich noch einmal erweitert. Die Therapie besteht zum Beispiel aus Wassergymnastik im Meerwasserschwimmbecken oder auch Massagebädern, bei denen die Haut durch kleine Düsen in erwärmten Meerwasser massiert wird.
Algen
Das zweite, wichtige Feld in der Thalasso-Therapie sind Algen. Algen werden vor allen Dingen in Form von Packungen und Wickeln, aber auch als Bad und in der Nahrung verabreicht. Meeresalgen sind reich an essentiellen Aminosäuren, Carotin und Vitaminen sowie mehr als fünfundvierzig Mineralien und Spurenelemente. Sie kommen in der Medizin zur Reduzierung von Stress und zur Rheumabehandlung sowie in der Kosmetik und zum Beispiel zur Cellulite-Reduktion zum Einsatz.
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Thai-Massage: Was ist das?
Was ist eine Thai-Massage?
Überall in Thailand, in Hotels, auf den Märkten und am Strand, werden Massagen angeboten. Sie sind in dem südostasiatischen Land ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags und dienen der Gesundheitsvorsorge. Familienangehörige und Freunde massieren sich oft gegenseitig. Der thailändische Name für die traditionelle Thai-Massage lautet Nuad Phaen Boran, das bedeutet „uralte heilsame Berührung“.
Woher stammt die Thai Massage?
Uralt ist diese Massagetechnik tatsächlich, allerdings liegen ihre Ursprünge nicht in Thailand, sondern in Indien. Dort wurde sie vor vielen Jahrhunderten von buddhistischen Mönchen entwickelt – möglicherweise, damit sie sich von ihren langen Meditationssitzungen erholen konnten. Mönche, die von Indien nach Myanmar übersiedelten, brachten sie dann auch ins alte Siam. Auch heute noch ist die Thai-Massage dem Buddhismus verbunden. Massageschulen befinden sich häufig auf dem Gelände von Tempeln: die Meister benötigen für die Ausübung ihrer Kunst Achtsamkeit, Gleichmut, Mitgefühl und Freude.
Wie läuft die Thai Massage ab?
Die Thai-Massage ist kraftvoll und dyamisch, sie wird bekleidet auf einer Matte erlebt. Durch Dehnungs- und Streckungstechniken am gesamten Muskelapparat auf der Grundlage von Yoga wird die lokale Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur erreicht. Es handelt sich stets um eine Ganzkörperbehandlung, die ein tiefes Gefühl der Entspannung hervorruft.
Die Anwendung basiert auf dem ayurvedischen System der Energielininen. Zehn davon werden in der Thai-Massage bearbeitet. Auf diese Weise sollen die Menschen mit Prana, der Lebensenergie, versorgt werden. Für Prana sorgt auch der Atem, daher versucht man mit Dehnpositionen, die auch die Muskeln entspannen, und Druckmassagen, die gleichzeitig die Blutzirkulation anregen, eine verstärkte Atmung hervorzurufen. Positive Effekte sind auch im Hinblick auf Beweglichkeit und Körperhaltung festzustellen.
In Thailand findet die klassische Massage des Landes auch bei Krankheiten Anwendungen, zum Beispiel bei
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Tai Chi: Was ist das?
Was ist Tai Chi?
Tai Chi ist eine aus China stammende Bewegungskunstmit meditativem Charakter und wurde ursprünglich als Kampfkunst entwickelt. Tai Chi Chuan bedeutet soviel wie „Das höchste Letzte“ oder „Die große, ultimative Faust“. Heute wird es ist es vor allen Dingen wegen seiner wohltuenden Einflüsse auf die Gesundheit, zur Entspannung oder zur Meditation praktiziert. Der eigentliche Aspekt der Kampfkunst tritt dabei in den Hintergrund oder verschwindet ganz.
Wie wird die Bewegungskunst praktiziert?
Das Grundgerüst des Tai Chi Chuan bilden 13 Bewegungsformen, sogenannte Bewegungsbilder. Jedes Bewegungsbild besteht aus einer extrem langsamen und meditativen Abfolge bestimmter langsamer, aber auch kraftvoller Körperbewegungen, die ineinander fließen und mit dem Bewusstsein und der Atmung koordiniert werden. Für die Ausführung der Übungen ist eine hohe Konzentration notwendig und es braucht Geduld und Ausdauer, bis die Bewegungsbilder perfekt eingeübt sind.
Was bewirkt Tai Chi?
Das Ziel dieser Übungen ist es,
blockierte Energien zu lösen
Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen
Aggressionen abzubauen und
Ruhe in sich zu finden
Es sollen nicht nur Muskeln und Gliedmaßen trainiert werden, sondern auch Konzentration und Ausdauer. Herz und Kreislauf sollen angeregt und Stress abgebaut werden.
Der Grund hierfür findet sich in der ganzheitlichen chinesischen Medizin. Da wir aus Körper, Geist und Seele bestehen, muss zunächst dem Körper gegeben werden, was er braucht, nämlich Bewegung. Diese Bewegung sollte so natürlich und fließend sein wie möglich. Durch diese angepasste und weiche Form der Bewegung sollen die Gelenke geschmeidig gehalten werden und an Elastizität gewinnen. Durch die richtige Ausübung der Bewegung wird, in Kombination mit der richtigen Atmung das Qi aktiviert. In der chinesischen Sichtweise symbolisiert Qi die Lebensenergie.
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T-Bow: Was ist das?
Was ist ein T-Bow?
Der T-Bow ist eine beidseitig einsetzbare Bogenwippe, die in der Schweiz entwickelt wurde.
Was kann ich damit trainieren?
Mit diesem multifunktionalen Therapiebogen lassen sich Kraft, Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit und Stabilisation in einem Gerät trainieren. Auch für ein Herz-Kreislauf-Training ist die Bogenwippe ideal. Dreht man den T-Bow um und benutzt ihn als Schaukel, ist er optimal für die Durchführung von einfachen und effektiven, gelenkstabilisierende Übungen. Stabilität erhält der T-Bow durch vier Gummifüße und eine gummierte Oberfläche, die ein Wegrutschen verhindern.
Bei einem Training mit dem Therapiebogen kann man unterschiedliche Übungsschwerpunkte setzen. Ein klassisches T-Bow-Workout beinhaltet Cardio-, Balance- und Kraftübungen zu gleichen Teilen.
Ein T-Bow-Training Stretch hat einen kürzeren Cardio-Anteil, mehr Kraft- und Balanceübungen und einen langen Stretchteil. Dieses Workout wirkt vorbeugend bei einseitigen Sitzbelastungen im Alltag.
Auch ein intensives Pilates-Training mit vielen unterschiedlichen Übungsvariationen ist mit einem T-Bow möglich. Dabei sorgt der Bogen für eine optimale Stabilisierung der Lendenwirbelsäule und auch die Rumpfmuskulatur wird optimal trainiert.
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Svedana: Was ist das?
Was ist Svedana?
Svedana ist in der indischen Gesundheitslehre Ayurveda der Sammelbegriff für die therapeutische Anwendung von Hitze, damit die Poren und Kanäle des Körpers sich öffnen können. Durch Hitzeanwendungen werden viele Giftstoffe und Ablagerungen ausgeschieden. Schwitzen wird im Ayurveda als wirkungsvoll bei vielen gesundheitlichen Problemen angesehen. Svedana wirkt reinigend und empfiehlt sich besonders nach einer Abhyanga-Massage.
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Stressmanagement: Was ist das?
Warum ist Stressmangement wichtig?
Stressmanagement ist enorm wichtig, denn: Auf den Menschen wirken im Alltag sehr unterschiedliche Belastungen, die im Körper Stressreaktionen hervorrufen können. Dies lässt sich auf die frühe Menschheitsgeschichte zurückführen: Ursprünglich hatten die Organismen einen Evolutionsvorteil, die bei Gefahren eine blitzartigen Alarmreaktion aktivierten konnten.
Auswirkungen auf den Körper
In ähnlicher Weise reagiert unser Körper mit Stress auf unterschiedliche objektive Belastungen, wie zum Beispiel Kälte, Hitze und Lärm, aber auch auf hohe Anforderungen in der Arbeitswelt und auf Spannungen im sozialen Umfeld. Menschen haben aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften, Gewohnheiten und Lebenserfahrungen eine unterschiedliche Toleranz für derartige Belastungen. Negativer Stress kann sich sowohl auf der psychischen als auch auf der physischen Ebene mit den unterschiedlichsten Symptomen bemerkbar machen. Zu diesen Stresssymptomen zählen zum Beispiel
eine gereizte oder aggressive Stimmung
fehlender Antrieb oder Überdrehtheit
Erschöpfung oder Angst
Auf der körperlichen Ebene treten oft
Appetitlosigkeit oder Heißhunger
Magen- oder Verdauungsprobleme oder
eine stärkere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten auf
Positiver Stress – gibt es das?
Stress hat auch durchaus positive Seiten. Er ist viel mehr als nur der bloße Umgang mit Belastungen. Seine Bedeutung im Alltag nimmt stetig zu und fordert Menschen dazu heraus, sich ständig weiter zu entwickeln. Stress kann im Körper Kraft- und Energiereservenmobilisieren.
Es ist schwierig festzulegen, wo die Grenze für das richtige Maß an Herausforderung verläuft und ab welchem Punkt Stress krank macht. Viele Belastbarkeitssituationen sind unvermeidbar. Ein Großteil der Belastungen kann jedoch durch die Auseinandersetzung mit den Ursachen der Stress auslösenden Faktoren verhindert werden.
Wie gehe ich mit negativem Stress um?
Zum Stressmanagement gehören
eine gesunde Ernährung
ausreichend Bewegung und Schlaf sowie
körperliche und geistige Fitness
Eine ausgewogene Balance zwischen aktiver Erholung und Anspannung können dazu beitragen, die täglichen unvermeidlichen Herausforderungen besser zu meistern.
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Spa: Was ist das?
Was ist ein Spa?
Der europäische Begriff Spa leitet sich von dem belgischen Heilkurort Spa ab. Das mondäne Städtchen mit seinen Mineralquellen könnte schon bei den Römern im 7. Jahrhundert bekannt gewesen sein, europaweit machten sich der Ort und seine Wasseranwendungen im 18. und 19. Jahrhundert einen Namen. Im amerikanischen Englisch wird der Begriff seit Mitte des 20. Jahrhundert für Badekurorte im Allgemeinen verwendet. Inzwischen ist Spa weltweit als Gattungsbezeichnung für Gesundheits- und Wellness-Einrichtungen geläufig, dabei insbesondere für den Bade- und Nassbereich von Hotels.
Was Bedeutet der Begriff?
Wer den Begriff recherchiert, stößt immer wieder auf Erklärungen, wonach Spa eine Ableitung aus dem Lateinischen sei. Als Abkürzung für „sanus per aquam“ beudeute es „gesund durch Wasser“. Auch wenn die Herleitung umstritten ist, erscheint der Zusammenhang passend: Zum einen herrschte im alten Rom bekanntlich eine hohe Badekultur. Und zum anderen schreibt man im gesamten modernen Kur- und Wellnessbetrieb der wohltuenden Kraft des Wassers eine zentrale Bedeutung zu.
Eine weitere – für uns nachvollziehbarere – Begriffserklärung stammt von Prof. Dr. Kai Illing: In seinen Forschungsergebnissen kommt er zu dem Schluss, dass der Begriff vom dem Indo-Germanischen Wort „Spaw“ abstammt und soviel wie Speien, Spucken, Blubbern bedeutet. Bezeichnend für eine an der Erdoberfläche austretende (Thermal-)Quelle.
Aufgrund seiner Popularität wird Spa heute in einer Vielzahl von Kombinationen verwendet: Vor allem im Englischen steht der Begriff, entsprechend der nachgewiesenen Herkunft, für Heilbäder. Er steht daher oft als Zusatz bei Ortsbezeichnungen, vergleichbar mit dem deutschen „Bad“. Spa-Bereiche im Hotel wiederum bezeichnen Wellness- und Gesundheitseinrichtungen wie Pools, Saunen und Fitnessbereiche sowie die Räumlichkeiten für Massagen und Beauty-Anwendungen.
In Spa Hotels sind diese Bereiche besonders ausgebaut und prägend für das Hotel. Day Spas wiederum sind auf Tagesgäste ausgerichtete Einrichtungen, in denen Gäste häufig Beauty-Behandlungen und Massagen erhalten. Saunen und teilweise auch Wasserbereiche gibt es hier ebenfalls.
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Soma-Körperarbeit: Was ist das?
Worauf basiert die Soma-Körperarbeit?
Grundlage der Soma-Methode ist das Lebenswerk der US-Forscherin Dr. Ida Rolf. Sie war Biochemikerin und seit den 1940er Jahren an einer heute als Rolfing bekannten Körperarbeit beteiligt, die Ida Rolf selbst als „Structural Integration“ bezeichnete. 1987 starb sie im Alter von 87 Jahren.
Was bedeutet der Begriff?
Gründer der Soma-Körperarbeit ist Dr. med. Bill Williams. Als Psychologe mit einem starken Interesse an Psychosomatik war er ein langjähriger Assistent von Ida Rolf. Seine Erfahrung mit vielen Patienten, seine Forschungen und Experimente mit Hilfe der Elektromyographie (Aufzeichnungsvorgang der elektrischen Aktionsströme der Muskeln) und sein Wissen über das Nervensystem ließen ihn eine Methode der Körperarbeit entwickeln, die von Ida Rolf „Soma“ genannt wurde . Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet im ursprünglichen Sinn die Gesamtheit des Menschen bestehend aus Körper, Geist und Seele. Hier wird auch die Philosophie deutlich, die den Menschen als Einheit versteht, deren drei Aspekte sich gegenseitig beeinflussen.
Die Soma-Therapie wird als körperzentrierte Therapie definiert, die darauf abzielt, Körper und Geist zu verbinden. Sowohl psychotherapeutische als auch physikalische Therapien werden in die somatische Therapie einbezogen, um eine ganzheitliche Heilung zu erreichen. Darüber hinaus werden körperliche Aktivitäten unternommen, um die aufgestaute Spannung zu lösen, die sich negativ auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Patienten auswirkt.
Warum Soma-Körperarbeit?
Somatische Therapien können unter anderem dazu beitragen,
Angstzustände
Stress
Trauer
Sucht sowie
Traumata
zu reduzieren. Daneben können auch Personen, die an chronischen körperlichen Schmerzen oder Verdauungsstörungen leiden, von einer Soma-Therapie profitieren.
Gut zu wissen: Soma-Therapieverfahren werden sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppentherapie eingesetzt.
Was kann ich davon erwarten?
Eine Soma-Therapie wird als alternative Form der Physiotherapie angesehen. Ein Therapeut hilft Patienten dabei, Erinnerungen zu rekonstruieren und analysiert, wie sie physisch darauf reagieren. Atemübungen, Yoga oder Tanz werden beispielsweise als alternative körperliche Techniken eingesetzt.
Bei der Soma-Therapie wird davon ausgegangen, dass Emotionen, Körper, Geist und Seele miteinander verbunden sind und dass traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit Auswirkungen auf das Nervensystem haben und zu Veränderungen im Körper und sogar in der Körpersprache führen können. Ein Beispiel hierfür könnten Gesichtsausdrücke und Körperhaltung sowie körperliche Schmerzen sein.
Das übergeordnete Ziel einer Soma-Therapie besteht darin, Patienten von Schmerzen und Stress zu befreien, damit sie wieder voll in ihrem Alltag aktiv werden können.
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Shiatsu: Was ist das?
Was bedeutet Shiatsu?
Shiatsu ist eine japanische Druck-Massage, die den Energiefluss entlang der Meridiane fördert. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Fingerdruck“. Die Wurzeln der ganzheitlichen japanischen Massagetechnik liegen in der chinesischen Tuina-Massage sowie in der japanischen Anma-Massage. Shiatsu baut dabei auf dem Konzept auf, dass das Qi, die Lebensenergie nach der Traditionellen Chinesischen Medizin, durch die Meridiane durch den ganzen Körper fließt. Diese sind an bestimmten Stellen mit der Hautoberfläche verbunden. An diesen Punkten kann der Körper daher besonders gut Energie aufnehmen.
Dieser Energiefluss hat Effekte auf die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Organe. Kommt es an einer Stelle zu einem Ungleichgewicht im Fluss des Qis, können sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden auftreten. Ziel einer Shiatsu-Massage ist es also, den Energiefluss wieder ein Einklang zu bringen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Die Geschichte des Shiatsu
Shiatsu entstammt dem Versuch Japans, im westlichen Gesundheitswesen eine Rolle zu spielen. Die ersten Formen der Massage bauen dabei vollständig auf westlichen Konzepten auf. In den frühen Varianten kommen daher weder die Meridiane, noch die „Fünf-Elemente-Lehre“ vor. In den weiteren Entwicklungen wurde auf Ideen der traditionellen japanischen Medizin zurückgegriffen. Diese Form des Shiatsus, aufbauend auf westlichen Konzepten und mit der japanischen Tradition verschmolzen, dominiert heute in Japan. Außerhalb des Ursprungslands gibt es heute viele Abwandlungen der Massageform.
Während Akupunktur und die Traditionelle Chinesische Medizin beispielsweise auf eine über tausend Jahre alte Geschichte zurückblicken, ist Shiatsu somit eine vergleichsweise junge Behandlungsmethode. Es wurde 1964 vom japanischen Gesundheitsministerium als eine eigenständige Behandlungsmethode anerkannt und definiert als „eine Form von manueller Behandlung, ausgeführt mit den Daumen, anderen Fingern und den Handflächen ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Instrumente“.
Shiatsu gilt als eine Therapie, bei denen Diagnose und eine sofortige Behandlung möglich ist. Erfühlt der Masseur bei einer Massage beispielsweise Verspannungen, Ungleichgewichte oder Verspannung, so kann er diese direkt beheben. Diese Therapieform trägt in Japan den Namen „shindan soku chiry?“ – was so viel wie „Diagnose und Soforttherapie“ bedeutet.
Ablauf der Massage
Massiert wird jedoch nicht nur mit denFingern, sondern auch mit den Handflächen, den Ellbogen und den Füßen. Auf einer weichen Matte am Boden wird Shiatsu in ruhigen, fließenden Bewegungen ausgeübt. Dabei ist der Patient voll bekleidet. Die Kleidung sollte möglichst lange Hosenbeine und lange Ärmel haben und wegen einer eventuellen elektrischen Aufladung möglichst keine Synthetikfasern enthalten. Der Shiatsu-Therapeut arbeitet mit tiefenwirksamen Druck entlang der auch aus der Akupunktur bekannten Energiebahnen, den sogenannten Meridianen. Shiatsu fordert von den Praktizierenden neben der Technik eine respektvolle Achtsamkeit sich selbst und dem Klienten gegenüber. Shiatsu ist auch eine mit der Akupressur verwandte Methode.
Die Wirkung von Shiatsu
Durch den sanften, tief wirkenden Druck auf die Haut soll eine Shiatsu-Massage innere Fehlfunktionen beseitigen sowie die Gesundheit fördern und erhalten. Aber auch bei konkreten Beschwerden wie Stress und Nervosität, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerz sowie bei Müdigkeit und Energiemangel oder bei Störungen des vegetativen Nervensystems soll die Heilung gefördert werden. Durch die Anregung und Harmonisierung des Energieflusses können sich Blockaden auflösen, die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und die körperlich-seelische Ausgeglichenheit gefördert. Zudem wirkt es positiv auf die Atmung, auf die Beweglichkeit und die Blutzirkulation.
Der richtige Zeitpunkt
Shiatsu kann zur Behandlung von akuten Beschwerden oder präventiv zur aktiven Verbesserung des eigenen Körperempfindens durchgeführt werden. Eingesetzt werden Shiatsu-Behandlungen beispielsweise bei folgenden Beschwerden:
Konzentrationsschwierigkeiten
Stress
Nervosität
Kopfschmerzen/Migräne
Verdauungsprobleme
Durchblutungsstörungen
Kreislaufstörungen
Muskelverspannungen
Die Rolle des Therapeuten
Neben der körperlichen Massage spielt auch die direkte Begegnung von Therapeut und Gast eine wesentliche Rolle und soll aus dem Hara heraus geschehen. Als Hara wird die Körperzone verstanden, die die innere Mitte eines Individuums präsentiert und sie liegt unterhalb des Bauchnabels. Daher muss der Therapeut sich der eigenen Mitte bewusst sein und sich hierauf fokussieren, um einen achtsamen Umgang mit den Patienten zu pflegen.
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Schwefelbad: Was ist das?
Was ist ein Schwefelbad?
Schwefelbäder waren schon im Altertum als bewährtes Heilmittel bekannt. Heute kommt Schwefel vor allen Dingen in Form von Thermalbädern zum Einsatz. Hierbei badet der Patient in besonders schwefelhaltigem Mineralwasser oder in reinem Schwefelwasser. Jede schwefelhaltige Quelle muss mindestens ein Gramm Schwefel pro Liter Wasser enthalten, sonst darf sie nicht als Heilquelle bezeichnet werden.
Wie wirkt das Bad?
Mehrere unterschiedliche Komponenten tragen zur schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung bei. Zum einen wirkt natürlich die muskelentspannende Wärme des Wassers, dabei wird die Wärmewirkung durch den Schwefelwasserstoff noch erhöht. Die Blutgefäße erweitern sich, Herzschlag und Stoffwechsel nehmen zu. Dies verstärkt die Durchblutung der Haut, führt zu einer besseren Aufnahme von Sauerstoff und Mineralien und transportiert den Schwefelwasserstoff ins Blut.
Wann hilft das Schwefelbad?
Thermale Schwefelbäder eignen sich gut zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen und Beschwerden wie
Erkrankung des Bewegungsapparates, darunter degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
Bandscheibenleiden
Rheuma
Muskelentzündungen
Verbesserung des Hautbildes bei Ekzemen oder Neurodermitis
Wie lange dauert das Bad?
Die Wassertemperatur eines Schwefelbades liegt zwischen 37 und 39 Grad und sollte circa 10 bis 20 Minuten dauern. Nach einem Schwefelbad wird heiß geduscht, damit sich die Hautporen öffnen und die unangenehmen Schwefelduftstoffe verschwinden. Da ein Schwefelbad Herz und Kreislauf stark belastet, ist anschließend eine längere Ruhepause verpflichtend.
Bei fieberhaften Erkrankungen und Bluthochdruck sowie einer Herz- und Kreislaufschwäche sind Schwefelbäder nicht erlaubt.