Qi: Was ist das?

Was ist Qi?

Im Mittelpunkt des chinesischen Denkens über die Natur steht die Vorstellung einer universellen Lebenskraft, auch Lebensenergie genannt. Auf chinesisch: Qi (gesprochen: Chi). Nach der Lehre der traditionellen Chinesischen Medizin ist Qi die allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur. Qi ist Leben, ständig in Bewegung, fließend, Veränderungen hervorbringend. Jede Veränderung oder Stagnation des Fließens bedeutet eine Störung der Lebensvorgänge.

Für die Chinesen gibt es keine direkte Definition des Qi. Es kann nur umschrieben werden und ist aus seinen Wirkungen und Funktionen zu erfassen. Das kosmische Qi fließt nach chinesischer Auffassung überall in der Natur, zum Beispiel im Wind oder im Wasser der Flüsse.

Wo befindet sich das Qi?

Im menschlichen Körper sammelt sich das Qi in den Organen und fließt in Bahnen, die auf chinesisch Jing heißen. Jing bedeutet „durchfließen“ oder „Kanal“. Diese „Qi-Kanäle“ wurden von den Europäern mit dem Meridiansystem der Erde verglichen und folglich Meridiane genannt. Die Meridiane, die Energieflüsse des Körpers, führen das „Meridian-Qi“, das durchfließende Qi, welches hauptsächlich in den oberflächlichen Schichten des Körpers, ähnlich dem Blutkreislauf, zirkuliert. Daneben fließt das Qi auch in einem inneren Organkreislauf zwischen den inneren Organen. Diese beiden Energiekreisläufe hängen funktionell eng miteinander zusammen.

Welche Aufgabe hat es im Körper?

Die Lebensenergie erfüllt im Körper wichtige Funktionen. Sie ist gemäß der chinesischen Auffassung die Quelle der Bewegung, nicht nur der willkürlichen, sondern auch der unwillkürlichen Bewegungsvorgänge, wie zum Beispiel der Atmung oder des Blutkreislaufs. Eine der wichtigsten Aufgaben des Qi ist auch die Erzeugung von Wärme im Körper. Eine andere wichtige Funktion ist die Verdauung und die Umwandlung von Nahrung. Mit Hilfe des Qi sondert der Körper die giftigen Abfallprodukte aus und speichert gleichzeitig alle wichtigen Nährstoffe.

Kann man das Qi spüren?

Durch das Setzen der Nadeln und deren manuelle Stimulation bei der Akupunktur ist nach den Lehren der traditionellen Chinesischen Medizin das Qi direkt erfahrbar. Durch die Akupunktur wird ein gewisses Empfinden von Schwere, ein Kribbeln oder eine Art Elektrisierung ausgelöst. Diese Wahrnehmungen werden von den Chinesen als Ausdruck der Bewegung des Qi gewertet. Auch durch die Qi Gong genannten Atem- und Meditationsübungen soll sich die Energie erspüren lassen und zwar als Fließen im Körper oder als eine Art Ladung in den Händen.

Ähnlich wie in der chinesischen Medizin gibt es auch in der indischen Heilkunde seit über zweitausend Jahren die Vorstellung einer universellen Lebenskraft, die über den Atem aufgenommen wird, Funktionen im Körper hervorbringt und mit Hilfe von Atemübungen beeinflusst werden kann. Das indische Yoga ist auf dieser Vorstellung aufgebaut.

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Pizzichilli: Was ist das?

Was ist Pizzichilli?

Frau wird mit einer Pizzichilli-Massage behandelt

Beim Pizzichilli oder auch so genannten Königsguss, einer ayurvedischen Anwendung, handelt es sich um eine Ölguß-Massage-Wärme-Kombination, die zum einen der Tiefenentspannung sowie zum anderen der Ausscheidung von Schlacken und Giftstoffen dient.

Auf eine Ganzkörpermassage mit angewärmtem Öl folgt ein Ölguss, wobei das Öl mit sanften Streichbewegungen einmassiert wird. Die Temperatur des Öls wird während der Behandlung auf maximal 45 Grad Celsius erhöht. Der Körper wird intensiv erwärmt, die Entgiftung wird angeregt.

Pizzichilli wirkt wohltuend bei Gelenkbeschwerden.

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Piloxing: Was ist das?

Was ist Piloxing?

Piloxing – entwickelt in 2008/2009 – ist eine Kombination aus Boxen und Pilates, das mit eingebauten Tanzeinlagen kombiniert wird. Um den Muskelaufbau an den Armen noch zu unterstützen, können auch mit je dreihundert Gramm Granulat gefüllte Handschuhe zum Einsatz kommen. Begleitet wird das Training meistens von lauter Musik, die das Durchhaltevermögen steigern soll.

Was ist das Ziel des Trainings?

Frau beim Piloxing in einem Studio vor dem Spiegel

Ziel des Piloxing-Training ist es, Fett zu verbrennen, Muskeln aufzubauen und den Körper zu formen und zu straffen. Durch die Übungselemente aus dem Boxsport werden Beweglichkeit, Flexibilität und Ausdauer trainiert. Die Pilates-Übungen kräftigen die tiefer liegenden Muskelgruppen und verbessern die Haltung. Die einzelnen Phasen wechseln sich ab oder vermischen sich teilweise mit den einzelnen Tanzelementen. Dies macht Piloxing auch zu einer Herausforderung für die Koordination.

Bei dem Training geht es nach Vorstellung der Erfinderin Viveca Jensen jedoch nicht nur im körperliche Fitness, sondern auch um die Förderung des Selbstbewusstseins und eine verbesserte Körperwahrnehmung.

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Pilates: Was ist das?

Was bewirkt Pilates?

Frau in Sportklamotten auf einem Sportgerät beim Pilates

Das nach seinem Erfinder Joseph Pilates benannte Muskeltraining trainiert den Beckenboden und lindert Rückenschmerzen. Daneben werden Problemzonen an Beinen, Bauch und Po gestrafft und die Körperhaltung verbessert sich.

Auch soll sich durch die Körperübungen eine tiefe Entspannung einstellen und durch ein regelmäßiges Training ein gestärktes Körper- und Selbstbewusstsein entwickeln.

Wer war Joseph Pilates?

Joseph Pilates (geboren 1883 in Mönchengladbach, gestorben 1967 in New York) war – den Quellen nach – ein sehr schmächtiges Kind, das außerdem unter Rachitis und Asthma litt. Statt sich mit beidem abzufinden, trieb er unentwegt Sport. Später begann er aus verschiedenen fernöstlichen Trainingsmethoden, wie Tai Chi und Yoga, seine eigenen Übungen zu entwickeln. 1923 wanderte er nach New York aus und eröffnet dort sein erstes Studio. Die Trainingsmethode erhielt seinen heutigen Namen erst viele Jahre nach dem Tod des Erfinders. Joseph Pilates selbst nannte seine Methode „Contrology“. Im Laufe seines Lebens entwickelte und verfeinerte er seine Übungen immer weiter.

6 Grundsätze für ein Pilates-Training

  1. Konzentration
    Sobald ein Muskel bewegt wird, muss ein anderer mitarbeiten. Dabei sollten sich die Gedanken ausschließlich auf die gerade auszuführende Übung richten.
  1. Kontrolle
    Wichtig ist, dass die Übungen ohne Schwung ausgeführt werden. Je bewusster und genauer sie ausgeführt werden, desto schneller ist der Erfolg sichtbar.
  1. Zentrierung
    Für eine gute Haltung und fließende Bewegungen ist viel Kraft erforderlich. Daher muss das „Powerhouse“ während jeder Übung angespannt sein. Mit diesem Begriff beschrieb Pilates die Bauch-, Beckenboden- und tiefe Rückenmuskulatur. Sie sorgt dafür, dass die Wirbelsäule stabilisiert und während der Übungen geschützt wird.
  1. Bewegungsfluss
    Der Übergang zwischen den einzelnen Übungen sollte so fließend wie möglich sein. Dies soll die Konzentration fördern.
  1. Präzision
    Die Übungen sollten sehr präzise ausgeführt werden, um das Körpergefühl nachhaltig zu verbessern.
  1. Atmung
    Sie spielt bei Pilates eine zentrale Rolle. Kraftvolles Ausatmen aktiviert die tiefen Muskeln, ermöglicht intensives Einatmen und verbessert auf diese Weise die Sauerstoffaufnahme des Blutes.
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Bioresonanz-Therapie: Was ist das?

Was ist die Bioresonanz-Therapie?

Die Bioresonanz-Therapie ist ein Diagnostik- wie auch Therapieverfahren, das mit einer speziellen Apparatur die körpereigenen Schwingungen aufnimmt und Krankheiten mit Schwingungen behandeln will. Es macht sich die Entdeckung zunutze, dass der menschliche Körper von einem extrem schwachen, aber messbaren elektromagnetischen Feld durchdrungen und umgeben ist. Bei Krankheiten verändern sich die harmonischen Schwingungen des elektromagnetischen Feldes in disharmonische. Das Verfahren wurde 1977 von dem Arzt Dr. Franz Morell und dem Ingenieur Erich Rasche vorgestellt und ist – abgeleitet von den Namen – auch als MORA-Therapie bekannt.

Wie funktioniert die Bioresonanz-Therapie?

Mittels Elektroden lassen sich die körpereigenen Schwingungen über ein Kabel in ein Therapiegerät mit Messteil leiten. So können zum Beispiel die Akupunkturpunkte ausgetestet werden. In der anschließenden Therapie wird versucht, die harmonische Energie wieder in den Körper zu bringen. Die disharmonischen Schwingungen sollen  hingegen “umgekehrt” werden und sich so im Körper auslöschen. Der Patient erhält also nicht Strom oder Energie von außen, es werden zur Behandlung nur seine körpereigenen Schwingungen eingesetzt.

Messung der körpereigenen Schwingungen mithilfe der Bioresonanz-Therapie
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Basenfasten: Was ist das?

Was ist Basenfasten?

Grundsätzlich sollte jeder von uns bei seiner Ernährung auf einen ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt achten. Allerdings sorgen die heute von uns überwiegend genutzten Alltagsprodukte eher für einen überhöhten Säurehaushalt unseres Körpers. Bei der von Sabine Wacker 1997 entwickelten Fastenkur handelt es sich um eine Basenfasten-Kur, bei der für einen zeitlich begrenzten Rahmen alle säurebildenden Nahrungsmittel vom Speiseplan gestrichen werden. Der Körper entsäuert nicht nur, sondern es gehen während der Kur auch einige Pfunde verloren.

Bei einer Basenfasten-Kur können zum Beispiel folgende Lebensmittel gegessen werden:

  • Kräuter
  • Keimlinge
  • Nüsse, wie Mandeln, frische Walnüsse, Paranüsse, Macadamia Nüsse und Pistazien
  • hochwertige Öle, zum Beispiel Lein-, Oliven- oder Rapsöl
Teller mit gemischten Nüssen, die beim Basenfasten erlaubt sind

Welche Lebensmittel sind verboten?

Während des Basenfastens sind folgende Lebensmittel tabu:

  • Fleisch und Wurst
  • Weißmehl
  • Vollkornprodukte
  • Teigwaren
  • Reis
  • Eier
  • Süßigkeiten
  • Alkohol
  • Kaffee

Auch sollten täglich zwischen zweieinhalb und drei Litern Flüssigkeit getrunken werden. Erlaubt sind Quellwasser und verdünnter Kräutertee. Es ist sinnvoll, bereits drei Tage vor Beginn des Basenfastens auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten, um die Entzugserscheinungen des Koffeins vor dem Beginn der Fastenkur abzumildern.

Was sollte man beim Basenfasten beachten?

Abends sollte grundsätzlich so früh und so wenig wie möglich gegessen werden, am besten isst man die letzte Mahlzeit des Tages vor 18 Uhr. Auch ist es besser für den Stoffwechsel, wenn ab 14 Uhr kein rohes Gemüse oder Obst mehr gegessen wird. Daher ist es sinnvoll, abends auf gekochtes Essen zurückzugreifen. Damit das Gemüse knackig bleibt und alle Vitamine erhalten bleiben, wird es gedünstet und nicht gekocht.

Beim Basenfasten sollte der Obstanteil 20 Prozent der täglichen Nahrungsaufnahme nicht überschreiten. Bei einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt kann der Gemüseanteil auch noch erhöht werden. Obst und Gemüse müssen reif sein, damit es basisch verstoffwechselt werden kann.

Gewürze sollten während des Basenfastens nur sehr zurückhaltend verwendet werden, da zu viele Gewürze die Geschmacksnerven irritieren und das Sättigungsgefühl später einsetzt.

Eine Basenfasten-Kur dauert im Idealfall zehn Tage. Für Schwangere, Stillende oder Menschen mit Essstörungen ist eine Basenfasten-Kur nicht geeignet.

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Barfußpfad: Was ist das?

Was ist ein Barfußpfad?

Der Reiz der Barfußpfade liegt in der sinnlichen Erfahrung, barfuß über verschiedene Untergründe zu gehen. Als Barfußpfad werden sowohl kurze Pfade als auch lange Strecken verstanden. Sie dienen der Gesundheit, dem bewussten Fühlen mit den Füßen sowie der Stärkung der achtsamen Wahrnehmung der Natur. Unsere Füße sind das Kontaktorgan zum Boden und sie tragen uns durch unseren Alltag. Gerade deswegen ist es eine wertvolle Erfahrung, diesen im Alltag mehr Aufmerksamkeit zu widmen. 

Welche Materialien werden verwendeet?

Beliebte Materialien für Barfußpfade sind beispielsweise 

  • Baumscheiben
  • Tannenzapfen
  • Rindenmulch
  • Sägespäne
  • Kieselsteine 
  • Moor
  • Sand 
  • Feiner Kies
  • Steinbrocken
  • Querhölzer
  • Balancierstamm
  • Wasser
  • Muscheln
  • Humus
  • Gras

Ist barfuß gehen gesund?

Durch den unebenen Untergrund, der durch die verschiedene Materialien auf einem Barfußpfad bedingt ist, wird der Fuß beim Laufen wesentlich stärker aktiviert als auf glattem Untergrund oder in Schuhen. Diese Eigenschaften fördern die Stärkung der Füße und des Rückens. Barfußlaufen hat aber noch viele weitere positive Effekte auf den Körper. Dazu zählen unter anderem:

  • eine Steigerung der Durchblutung
  • bei kühleren Temperaturen kurbeln die Kältereize die Wärmeproduktion im Körper an
  • die Nutzung der idealen Abrollbewegung des Fußes, die der Rückenmuskulatur entscheidende Impulse zur Schonung von Wirbelgelenken und Bandscheiben gibt
  • die Stärkung von Füßen und Rücken, da die Unebenheiten ihnen viel Beweglichkeit abverlangen
  • die Muskelspannung stützt das Fußgewölbe und kann die Entstehung von Fußschäden verhindern
  • eine Verbesserung des psychischen Befindens, da Glückshormone durch die Reize an den Fußsohlen verstärkt gebildet werden
  • der Wadenmuskel kann in seiner Funktion als Blutpumpe seine Funktion voll entfalten und gilt daher als Heilmethode gegen Venenleiden
Barfuß auf Gras

Welche Arten von Barfußpfaden gibt es?

Heute gibt es in ganz Deutschland Barfußpfade unterschiedlicher Art. Generell lässt sich zwischen drei verschiedenen Formen unterscheiden. 

  1. Fußfühlpfade: Fußfühlpfade werden meist temporär aufgebaut und umfassen verschiedene Materialien. Die Materialien werden dafür meist auf Vlies ausgestreut oder in Kartons platziert. Meist umfassen diese Pfade eine Länge von zehn bis 100 Metern.
  2. Barfußwanderwege: Barfußwanderwege umfassen meist eine Länge von einem bis fünf Kilometern Länge und verfügen daher über eine angenehme Bodenstrecke. Dabei werden die Bedingungen der Region einbezogen, um ein besonders authentisches, naturverbunden Erlebnis zu kreieren. Auch das Balancieren über Baumstämme oder Steinbrocken wird gerne in solche Strecken eingebunden. 
  3. Barfußparks: Barfußparks werden gerne nahe an Kuranlage angeboten. Hierfür ist eine längere Wegstrecke nötig, die die Interessierten ablaufen können. Abwechselnde Bodenbeläge sorgen für Vielfalt. Oft finden sich hier auch Wahrnehmungsstationen, in denen Teilnehmer mit ihren Hände Dinge erfühlen können. Bei solchen Anlagen ist es insbesondere wichtig, den Park gut zu pflegen, damit Gefahren für die Nutzer ausgeschlossen werden können.
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Badekur: Was ist das?

Was ist eine Badekur?

Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen die Heilkräfte der Naturelemente: Die Badekur bildet dabei eines der Standbeine der natürlichen Medizin. Sie kann sogar als ambulante Vorsorgeleistung unter bestimmten Voraussetzungen bei der Krankenkasse beantragt werden.

Badekuren lassen sich am Meer (Thalasso-Kur) oder in Heilbädern mit Thermalquellen beziehungsweise in Orten mit klimatischen Besonderheiten durchführen. Badekuren können nicht nur bei akuten oder chronischen Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Stress und Wirbelsäulenprobleme) eingesetzt werden, sondern auch in präventiver Form.

Jede Jahreszeit hat dafür für eine Badekur ihre Vorteile: Frühjahr und Herbst sind gut geeignet für Atemwegsprobleme, der Sommer bietet belebende Erholung bei Sonne und  Bewegung an der frischen Luft, der Winter verkörpert die Ruhe mit abhärtenden Spaziergängen. Kurorte befinden sich nur in besonders ausgewählten, gesundheitsfördernden Gegenden. Während einer Kur werden insbesondere ortsgebundene Heilmittel eingesetzt, die in der Region in natürlicher Weise vorhanden sind.

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Bachblütentherapie: Was ist das?

Was ist eine Bachblütentherapie?

Die original Bachblütentherapie wurde von dem englischen Immunologen, Heilpraktiker und Philosophen Dr. Edward Bach (1886 – 1936) begründet. Sie soll als alternatives Naturheilverfahren der „Reharmonisierung disharmonischer Seelenzustände“ dienen. Bach erforschte und definierte 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur, die zum Auslöser für seelische und körperliche Krankheiten werden beziehungsweise deren Ausheilung verhindern. Die Bachblütenmittel richten sich somit nicht gegen eine bestimmte Krankheit, sondern sollen das der Krankheit zugrundeliegende seelische Ungleichgewicht beheben.

Was funktionieren die Bachblütenmittel?

Die Bachblütenkonzentrate sind 38 speziell aufbereitete Blütenauszüge wild wachsender Pflanzen und Bäume, die in individuell zusammengestellten Bachblütenmischungen eingenommen werden. Die Auswahl der Blüten erfolgt im Gespräch mit einem ausgebildeten Bachblütentherapeuten. Hierzu gehören Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten.

In Deutschland werden Bachblütenmittel als Arzneien betrachtet. Da sie als solche jedoch nicht zugelassen sind, dürfen sie nicht ohne weiteres in Apotheken vorrätig gehalten werden. Sie können jedoch von den Apotheken aus einem anderen EU-Land, zum Beispiel England, in einer Menge, die dem persönlichen Bedarf entspricht, importiert werden.

Wie läuft eine Bachblütentherapie ab?

Bei der Anwendung der Bachblütentherapie werden drei unterschiedliche Anwendungsebenen unterschieden:

  1. Die seelische Gesundheitsvorsorge, wie etwa der Wunsch nach Bewusstseinsentwicklung oder Harmonisierung disharmonischer seelischer Verhaltensmuster wie Eifersucht, Ängstlichkeit oder Resignation.
  2. Die Akutbehandlung psychischer Stresssituationen und Lebenskrisen, zum Beispiel Midlife Crisis, Arbeitsplatzverlust oder Schulprobleme. Hier wird die Bachblütentherapie ergänzend zu psychotherapeutischen Maßnahmen eingesetzt.
  3. Auch als ergänzende Begleitbehandlung akuter und chronischer Krankheiten (ergänzend zu spezifischen Behandlungen durch einen Arzt oder Heilpraktiker) kann die Bachblütentherapie hilfreich sein. Besonders bewährt hat sie sich bei Beschwerden mit psychovegetativer Symptomatik, wie zum Beispiel Schlafstörungen oder Neurodermitis.

Die Bachblütenkonzentrate können also zur Vorbeugung gegen körperliche Krankheiten und zur Unterstützung einer fachgerechten medizinischen oder psychologischen Behandlung dienen, diese aber auf keinen Fall ersetzen.

Wie erfolgt die Auswahl der Bachblüten?

Hierfür können die zu Behandelnden an einem Test teilnehmen, der herausstellt, welche Bachblüten für die Symptomatik Sinn macht. Neben dem Test spielen intuitive Auswahlverfahren eine Rolle. Dabei werden bis zu vier Fläschchen direkt aus der Palette der Bachblüten gezogen. In der finalen Auswahl werden die Ergebnisse aus dem Text und die spontane Auswahl zusammengeführt. Dann entscheidet der zu Behandelnde bewusst, mit welchen sechs Bachblüten er in den nächsten Wochen arbeiten möchte. Abschließend wählt der Patient eine Kraftformel für die Bachblütenmischung aus, die während der Einnahme geändert werden kann. Diese soll im besten Fall während der Einnahme immer wieder laut ausgesprochen werden.

Bachblütenmittel in einer Reihe mit jeweiligem Namen

Wie werden Bachblüten eingenommen?

Die Bachblüten sind traditionell als Konzentrate erhältlich und sie werden unverdünnt eingenommen. Klassisch werden zwei Tröpfchen des Konzentrats der gewählten Bachblüte in ein Glas gegeben und dann über den Tag verteilt getrunken. Eine andere Anwendungsvariante ist die Zubereitung der Bachblüten-Mischung in einer Einnahmeflasche. Diese wird dann mit stillem Mineralwasser aufgefüllt. Bei dieser Variante werden in der Regel viermal täglich vier Tropfen direkt auf die Zunge gegeben.

Bei akuten Unausgeglichenheiten macht eine Einnahmedauer von ein bis vier Tagen Sinn, während die empfohlene Einnahmedauer bei längeren Problemsituationen mindestens elf Tage, aber in der Regel etwa 21 Tage betragen sollte. Nach Ablauf dieser Zeit wird überprüft, ob die momentane Zusammensetzung der Bachblüten weiterhin den Bedürfnissen des Behandelnde entspricht. Dieses Vorgehen wird je nach Anforderungen wiederholt.

Wissenschaftlich ist die Wirkung der Bachblütentherapie nicht nachgewiesen.

Für wen eignet sich die Bachblütentherapie?

Dr. Edward Bach unterteilte in sieben Gruppen, für die sich seine Bachblütentherapien besonders eignen. Das sind folgende:

  • Menschen mit Angstzuständen
  • Unsichere Menschen 
  • Einsame Menschen
  • Menschen mit keinem Interesse daran, was um sie herum geschieht
  • Übermäßig um andere besorgte Menschen 
  • Mutlose und verzweifelte Menschen 
  • Menschen, die überempfindlich auf externe Einflüsse reagieren 
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Ayurveda: Was ist das?

Ayurveda: Was ist das und woher kommt der Begriff?

Die Wurzeln des Ayurveda – der Wissenschaft vom Leben – liegen in Indien und Sri Lanka und reichen weit über fünftausend Jahre zurück. Mehr als dreitausendfünfhundert Jahre alt sind die Vedischen Schriften, in denen die Gesundheitsregeln des Ayurveda erstmals schriftlich niedergelegt wurden. Das medizinische Wissen der ayurvedischen Lehre ist in diesen „heiligen Büchern“ zusammengefasst. Dort sind acht eigenständige medizinische Bereiche beschrieben:

  • Innere Medizin
  • Frauen- und Kinderheilkunde
  • Hals-Nasen-Ohren- und Augenheilkunde
  • Geisteskrankheiten
  • Chirurgie
  • Toxikologie
  • Gesundheitsförderung und Revitalisierung
  • Sexualmedizin

In Indien werden auch heute noch sämtliche Erkrankungen mit Ayurveda behandelt. Dabei ist traditionell die Prävention gegen eventuell entstehende Krankheiten ein wesentlicher Bestandteil der Ayurveda-Medizin. Oft erfolgt die Behandlung parallel oder in Kombination mit der Schulmedizin. Auf der anderen Seite werden die gesundheitlichen und spirituellen Lehren des Ayurveda in Europa immer häufiger in alternative Heilmethoden integriert, angepasst an die Bedürfnisse der westlichen Patienten.

Ayurvedisch arbeitende Therapeuten behandeln nie nur ein Symptom, sondern immer den ganzen Menschen. Sie sehen den Patienten in seiner Individualität auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele. Dabei spielen aber nicht nur der aktuelle Gesundheitsstand und die persönliche Konstitution eine Rolle, sondern der ayurvedische Behandler wird immer auch die geografischen und kulturellen Bedingungen in seine Diagnose und Therapie einbeziehen. So können die ayurvedischen Lehren den jeweiligen regionalen Bedingungen angepasst und individuelle Behandlungskonzepte entwickelt werden. Aus ayurvedischer Sicht ist ein Mensch gesund, wenn er sich lebendig, wach und ausgeglichen fühlt. Physiologisch gesehen arbeiten alle Lebenskräfte auf körperlicher und geistiger Ebene optimal zusammen. Verdauung und Stoffwechsel funktionieren reibungslos und jede geeignete Nahrung kann verdaut und verwertet werden.

Welche Bedeutung haben die Doshas?

Im Zentrum der ayurvedischen Medizin steht die Lehre von den drei Doshas:

  • Vata
  • Pitta
  • Kapha

Diese bestimmen die Eigenschaften und damit den Konstitutionstyp eines Menschen. Deren Qualitäten sind vom Mischungsverhältnis von

  • Feuer
  • Wasser
  • Erde
  • Luft und
  • Raum

bestimmt.

Junge Frau in roter Kleidung sitzt im Gras und meditiert

Diese Grundelemente steuern alle Vorgänge und Verhaltensweisen sowohl in der Natur als auch im menschlichen Organismus. Das Verhältnis der Anteile von Vata, Pitta und Kapha zueinander macht den Menschen oder Konstitutionstyp (Prakriti) aus. Die Konstitution erklärt die Stärke eines Menschen und seine Schwachstellen, seine Krankheitsbereitschaft und die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper. „Dosha“ bedeutet wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt „Fehler“. Geraten die Doshas aus dem Gleichgewicht (es herrscht also ein Mangel oder Überschuss mehrerer Doshas), kann es zur Ansammlung von Toxinen und Schlacken im Gewebe kommen, dem sogenannten Ama.

Vata: das Bewegungsprinzip

Vata setzt sich zusammen aus den Elementen Raum und Luft. Seine Eigenschaften sind leicht, trocken, subtil und schnell. Es steuert sämtliche willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe und ist zuständig für unser Nervensystem. Auf geistiger Ebene sorgt es für Kreativität und Wahrnehmung. Im Lebenszyklus steht Vata für das Alter. In der Natur wird Vata als kaltes, trockenes Winterwetter erlebt.

Menschen, bei denen das Vata-Dosha dominiert, sind begeisterungsfähig, kreativ und neugierig. Vatas sind oft sehr sensibel und neigen zu Grübeleien. Die Folge sind häufig Schlafstörungen und sie neigen zu unregelmäßiger Verdauung. Vata-Typen sind optisch oft eher feingliedrig und zart, vor allem in Hinblick auf Gesichtszüge, Hände und Füße.

Pitta: das thermische Prinzip

Pitta setzt sich zusammen aus den Elementen Feuer und Wasser. Seine Eigenschaften sind warm, flüssig, beweglich, scharf und sauer. Pitta ist zuständig für die Verdauung und den Stoffwechsel. Auf geistiger Ebene repräsentiert es den Intellekt. Im Lebenszyklus steht Pitta für die Mitte des Lebens. Bei warmem Wetter und in den Sommermonaten herrscht Pitta vor.

Pitta-Menschen sind häufig charismatisch, sehr aktiv und motiviert. Sie verstehen es, andere Menschen mitzureißen und zu überzeugen. Daher überwiegt bei Führungspersönlichkeiten oft das Pitta-Prinzip. Pittas sind gut organisiert, sehr strukturiert und effizient.

Körperlich sind Pitta-Typen oft von mittlerer Statur, athletisch gebaut und sportlich.

Kapha: das Stabilitätsprinzip

Kapha setzt sich zusammen aus den Elementen Wasser und Erde. Seine Eigenschaften sind schwer, kalt, ölig und langsam. Kapha ist zuständig für Zusammenhalt und Struktur im Körper und gibt Stabilität auf körperlicher und geistiger Ebene. Im Lebenszyklus seht Kapha für die Kindheit. Kaltes, nasses Wetter, zum Beispiel im Frühling, repräsentiert Kapha in der Natur.

Kapha-Typen sind oft sehr entspannt, beständig und handeln meistens wohlüberlegt. Sie sind geerdet, mögen keine Veränderungen und reagieren weder impulsiv noch überstürzen sie Dinge.

Äußerlich neigen Kapha-Menschen zu Übergewicht und bewegen sich eher ungern. Heißhunger und großer Appetit tragen ebenfalls zur kräftigen Statur bei.

Bei vielen Menschen stehen ein oder zwei Doshas im Vordergrund. Grundsätzlich sind jedoch alle drei Dosha-Typen in ihrem individuellen Verhältnis zueinander in jedem Menschen bereits von Geburt an festgelegt. Gerät das Gleichgewicht der Doshas über einen längeren Zeitraum aus der Balance, können Krankheiten entstehen. Negative Faktoren, die sich nachteilig auf die Harmonie der Doshas auswirken, sind zum Beispiel

  • eine einseitige Ernährung
  • ein generell ungesunder Lebensstil
  • zu wenig Bewegung
  • Stress
  • Umweltgifte oder auch
  • die genetische Veranlagung.

Welche Rolle spielt die Ernährung im Ayurveda?

Auch die Ernährung im Ayurveda richtet sich nach den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Es gibt allerdings auch allgemeingültige Regeln, die für alle Doshas gelten.

  • Es sollte erst wieder gegessen werden, wenn die vorangegangene Mahlzeit vollständig verdaut ist. Ein wachsendes Hungergefühl ist hierfür der beste Indikator.
  • Um die Verdauung nicht mehr als nötig zu belasten, sollte man sich nie komplett satt essen, sondern die Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu drei Viertel gefüllt ist.
  • Der Verdauungstrakt arbeitet mittags am besten. Morgens und abends ist er noch beziehungsweise schon wieder schwach. Daher sollte die Hauptmahlzeit am Mittag eingenommen werden. Morgens und abends sollten die Speisen leicht verdaulich sein.
  • Schnelles Essen, essen im Stehen oder essen bei Stress hat negativen Einfluss auf die Verdauung und ist daher zu vermeiden.
  • Warme Speisen und Getränke sind leichter zu verdauen als kalte. Als Durstlöscher eignen sich lauwarmes Wasser oder Kräutertees. Dies ist besonders morgens sinnvoll, da die Verdauung dann noch schwach ist.
  • Gewürze spielen im Ayurveda eine entscheidende Rolle. Es wird zwischen sechs Geschmacksrichtungen unterschieden: süß, sauer, bitter, salzig, scharf und herb. In einer ausgewogenen Mahlzeit sollten möglichst alle enthalten sein.

Welche Ernährungsregeln gelten für die drei Doshas?

Jede der drei Doshas im Ayurveda hat bestimmte Bedürfnisse in der Ernährung.

Menschen mit einem dominanten Vata-Dosha neigen oft zu Verstopfungen oder Blähungen. Für sie sind gekochte Mahlzeiten und warme Getränke empfehlenswert. Cremiges und Warmes ist gut für Vatas. Süß, sauer und salzig sind die besten Geschmacksrichtungen.

Das Pitta-Dosha neigt zu Heißhunger und sollte darauf achten, nicht zu viel auf einmal zu essen und scharfe, frittierte oder gebratene Speisen zu meiden. Bitterstoffe, wie in einigen grünen Blattgemüsen, wirken ausgleichend. Bitter, süß und herb sind für Pitta-Typen die besten Geschmacksrichtungen.

Die Verdauung bei Menschen mit einem dominanten Kapha-Dosha ist eher träge. Daher sollten Kapha-Typen auf fette und schwere Speisen sowie auf zu viel Rohkost verzichten. Die ayurvedische Lehre empfiehlt hier viel Gemüse, warme Speisen und Getränke. Auch scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili und Ingwer verträgt Kapha gut. Die besten Geschmacksrichtungen sind bitter und scharf.

Ergänzen sich Ayurveda und Yoga?

Sowohl Yoga als auch Ayurveda haben ihren gemeinsamen Ursprung in den Jahrtausende alten vedischen Schriften. Bereits dort werden sie immer wieder in Bezug zueinander gesetzt. Im Ayurveda geht es mit seinem ganzheitlichen medizinischen Konzept auch immer wieder um Bewegung, Meditation und Atemübungen und bezieht sich dabei auf die unterschiedlichen Praktiken des Yoga. Yoga beinhaltet neben den Asanas auch zahlreiche Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung, wie Reinigungsrituale und eine gesunde Ernährung. Diese haben ihren Ursprung wiederum im Ayurveda. Im Kern haben Yoga und Ayurveda eines gemeinsam: Gesundheit, Achtsamkeit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Sowohl Yoga als auch Ayurveda sehen neben dem Fokus auf einen gesunden Lebensstil immer auch die Verbindung zum höheren Selbst und die Verbindung von Körper, Geist und Seele.

Junge Frau im Schneidersitz macht Yoga

Welcher Yoga-Stil eignet sich für welche Doshas?

Genau wie bei der Ernährung gibt es auch im Yoga Übungen, die für die einzelnen Doshas besonders geeignet sind beziehungsweise vermieden werden sollten.

Der Vata-Typ ist ehrgeizig, liebt es abwechslungsreich und schnell und läuft Gefahr, sich auch beim Yoga durch seine hohen Ansprüche an sich selbst sehr unter Druck zu setzen. Daher sind anstrengende Asanas ohne kurze Entspannungsphasen nicht geeignet. Sie unterstützen das bewusste Erleben von Anspannung und Entspannung. Die Anstrengung sollte daher eher moderat, die dynamischen Phasen nicht zu schnell und die statischen Phasen nicht zu lang sein. Die Übungen sollen kräftigen und stabilisieren ohne eine maximale Dehnung zu erreichen. Eine beruhigende und ausgleichende Wirkung haben die Wechselatmung und das Tönen mit dem Laut „mmmmm….“.

Auch der Pitta-Typ neigt dazu, sich beim Yoga stark zu fordern und auszupowern. Die Übungen sollten auch hier zu einer größeren inneren Gelassenheit und Ausgeglichenheit führen. Hier ist bei den Asanas auf eine gute Mischung von Kraft und Beweglichkeit zu achten. Entspannungsphasen sind sehr wichtig. Auch für Menschen mit überwiegendem Pitta-Dosha ist die Wechselatmung sinnvoll.

Der Kapha-Typ hat von allen Doshas den meisten Hang zu Ruhe und wenig Bewegung. Kaphas sollten vor allen Dingen Asanas praktizieren, die Wachheit, Ausdauer und Beweglichkeit fördern. Die Übungen sollten den Körper erhitzen und dehnen und die Schweißproduktion anregen. Hierzu zählen zum Beispiel der Sonnengruß, der Held oder das Boot sowie alle Rückbeugen. Die Entspannungsphasen sollten nicht zu lang sein.

Wie läuft eine Behandlung beim Therapeuten ab?

Eine gründliche Diagnose durch einen Ayurveda-Therapeuten umfasst unter anderem immer die Untersuchung von

  • Puls
  • Haut
  • Urin
  • Stuhl
  • Körpersprache
  • Gespräche über die häusliche Situation
  • das Umfeld und
  • die Ernährung.

Eine Vielzahl von Methoden kommt bei einer Ayurveda-Behandlung zum Einsatz, um die Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen. Dazu gehören zum Beispiel

  • Reinigungskuren
  • Behandlungen entsprechend des Konstitutionstyps
  • spezielle Diäten
  • Ganzkörpermassagen oder
  • Farb- Aroma- und Musiktherapie sowie
  • pflanzliche und mineralische Arzneimittel.

Ayurvedische Arzneimittel haben meistens viele verschiedene Bestandteile. Ihre Basis sind oft Pflanzen, aber auch eine Vielzahl von Mineralien. In klassischen Rezepten findet man oft mehr als hundert Einzelstoffe.

Kann ich Ayurveda auch in meinen Alltag integrieren?

Viele ayurvedische Rituale können in die täglichen Abläufe integriert werden. Dazu zählt zum Beispiel die Morgenroutine (Dinacharya):

  • Direkt nach dem Aufstehen wird die Zunge mit einem Zungenschaber gereinigt. Dies befreit den Mundraum von Ablagerungen und Giftstoffen.
  • Ein Glas warmes Wasser mit Ingwer oder Zitrone vor dem Frühstück regt die Verdauung an.
  • Beim Ölziehen werden ein bis zwei Esslöffel Öl circa zehn Minuten im Mund hin und her bewegt. Danach wird es ausgespuckt und der Mund mit warmem Wasser ausgespült. Das Speichel-Öl-Gemisch sollte auf keinen Fall heruntergeschluckt werden. Das Öl bindet die fettlöslichen Stoffe in der Mundschleimhaut und reduziert Bakterien. Mundgeruch wird so reduziert, der Geschmackssinn geschärft sowie Zähne und Zahnfleisch gestärkt.
  • Die tägliche Bauchmassage mit warmem Öl regt die Verdauung an, stärkt die Abwehrkräfte und mildert Müdigkeit. Bei der Bauchmassage wird das Öl langsam in alle Richtungen massiert. Den Rest des Öls einziehen lassen und erst dann duschen.

Ayurveda in Europa:

In Europa wird der Begriff Ayurveda häufig mit der Vorstellung von Wellness und Ölmassagen verbunden. Ölmassagen sind allerdings nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielfältigen ayurvedischen Behandlungsmethoden. Sie sind eingebunden in das umfassende Reinigungs- und Entgiftungskonzept, das Panchakarma (übersetzt: „die fünf Handlungen“). Eine Panchakarma-Kur besteht also aus fünf verschiedenen Maßnahmen. Jeder einzelne dieser fünf Bausteine dient der Ausleitung von Giften. Ziel ist es immer, Körper und Geist nachhaltig und intensiv zu reinigen. Das Ausleiten der Gift- und Schlackestoffe findet über den Darm, den Mund und über die Haut statt. Die Art des Ausleitungsverfahren hängt von der Konstitution des Patienten (Pitta, Vata oder Kapha) ab und von der Art der Erkrankung. Zu einer Panchakarma-Kur gehört immer auch ein individuelles Ernährungskonzept, das die Konstitution des Gastes berücksichtigt.

Wer sich für eine traditionelle Panchakarma-Kur entscheidet, sollte hierfür mindestens zwei bis drei Wochen einplanen. Jede Kur beginnt für den Gast mit einem Besuch beim Ayurveda-Arzt. Hier werden die Doshas bestimmt und der individuelle Behandlungsplan festgelegt.

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