Lymphdrainage: Was ist das?

Was bedeutet manuelle Lymphdrainage?

Der dänische Physiotherapeut Emil Vodder entwickelte die manuelle Lymphdrainage. Während seiner Tätigkeit an einem Institut für physikalische Therapie in Südfrankreich beobachtete er, dass Kurpatienten mit chronischen Erkältungskrankheiten oft stark geschwollene Lymphknoten am Hals aufwiesen. Entgegen der damals gängigen Lehrmeinung massierte Vodder diese vergrößerten Knoten mit vorsichtigen Dreh- und Pumpbewegungen. Die Patienten wurden gesund. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelte Vodder die manuelle Lymphdrainage als Entstauungstherapie. Staut sich Gewebsflüssigkeit, wird die Lymphdrainage angewandt, um den Abfluss der Gewebsflüssigkeit zu unterstützen.

Wie wirkt die Lymphdrainage?

Das Lymphgefäßsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im Körper und spielt auch für das Immunsystem eine wichtige Rolle. Lymphgefäße durchziehen den menschlichen Körper wie ein Netz. Sie sammeln, transportieren und filtern in Gewebeflüssigkeit gelöste „Abfälle“ wie Eiweiße, Stoffwechselschlacken und Entzündungsprodukte.

Dazwischen sind immer die Lymphknoten als sogenannte Filter platziert. Sie sind meist bohnengroß und sitzen beispielsweise nahe der Venen sowie in den Bereichen der Brust, des Halses, der Achselhöhlen, der Ellbogen und der Knie. In den Lymphknoten befinden sich weiße Blutkörperchen und Zellen, die Keime töten.

Reinigung des Bluts

Bei Erkältungen schwellen die Lymphknoten an, weil sich hier an diesem vermehrt weiße Blutkörperchen bilden. Ist der Lymphabfluss behindert, kann sich die Flüssigkeit im Gewebe stauen. Dies kann zu Schwellungen unter der Haut führen. In diesem Fall spricht man einem von Lymphödemen.

Diese können entweder angeboren sein oder durch eine andere Krankheit entstehen. Die Lymphdrainage hilft immer dann, wenn sich Lymphflüssigkeit im Gewebe staut und nicht abfließen kann. Dies kann zum Beispiel auch nach einer Operation der Fall sein.

Positive Effekte der manuellen Lymphdrainage

  • Entstauung des Lymphflusses
  • Schmerzlinderung
  • Muskelentspannung
  • Stärkung der Abwehrkräfte

Inwiefern sich eine Lymphdrainage tatsächlich positiv auf die Abwehrkräfte und das Immunsystem auswirkt, ist jedoch wissenschaftlich umstritten.

An welchen Körperstellen kann sie durchgeführt werden?

Lymphödeme können an den unterschiedlichen Gliedmaßen auftreten, zudem ist die Bildung von diesen ebenfalls im Gesicht möglich. Da die oberflächlichen Lymphbahnen nahe unter der Haut verlaufen, können rhythmische, kreisende und pumpende Bewegungen den Abfluss anregen. Außerdem kommen sogenannte Schröpf- und Drehgriffe zum Tragen. Je nach Art des Lymphödems kommen noch andere Griffe hinzu. Die Handgriffe müssen sehr sanft erfolgen. Das unterscheidet das Verfahren von einer Massage, bei der das Gewebe fest durchgeknetet und bearbeitet wird, um die tieferliegende Muskulatur zu lockern. 

Auch Menschen, die ein Lipolymphödem haben, profitieren von den sanften Handgriffen. Diese meist angeborene Krankheit geht mit einer vermehrten Fettablagerung in den Beinen einher. Dadurch staut sich Lymphe. Zudem macht eine Lymphdrainage nach Sportverletzungen oder bei einer Venenschwäche Sinn.

Frau bekommt von einer Therapeutin eine Lymphdrainage-Massage

Wer führt die mdizinische Massage durch?

Lymphdrainagen führen meist ein Masseur oder ein Physiotherapeut durch. Hierfür muss eine spezielle Weiterbildung absolviert werden. Auch ist eine Lymphdrainage immer nur ein Baustein einer Therapie. Sie läuft meisten parallel zu Krankengymnastik und Kompressionstherapie ab. Hierbei wird zum Beispiel ein Arm bandagiert oder ein Kompressionsstrumpf getragen, nachdem der Lymphfluss angeregt wurde.

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Levitiertes Wasser: Was ist das?

Was ist levitiertes Wasser?

Als levitiertes Wasser (auch: belebtes, vitalisiertes oder informiertes Wasser) wird durch verschiedene Weisen behandeltes Wasser bezeichnet, welches Gesundheitszustand und Stimmung seiner Konsumenten verbessern soll. Wissenschaftliche Hinweise auf tatsächliche Veränderungen des Wassers gibt es nicht, jedoch wird es von vielen als sehr gut trinkbar und wohlschmeckend empfunden.

Geschichte des levitierten Wassers

Ingenieur, Wasserforscher und Physiker Wilfried Hacheney (1924-2010) entwickelte das Verfahren. Dabei versteht er das Levitieren als Gegenteil zur Gravitation. Beim Levitieren werden die Wassermoleküle ultraintensiv verwirbelt. Dafür nutzt man eine 1987 entwickelte Levitationsmaschine. Seine These, dass levitiertes Wasser belebend sei, baut darauf auf, dass das stark gefilterte Leitungswasser nicht mehr so frisch wie Quellwasser sei. Das liegt daran, dass dieses nur mit hohen Druck durch die Leitungen gepresst werden kann. Wasser vertrage aber den dafür notwendigen Druck nicht, so dass dies die Struktur des Wasser verändert. In der von Hacheney entwickelten Maschine werden die unnatürlichen Einflüsse durch Verwirbelung wieder aufgehoben. Und die von Hacheney beschriebenen groben Wasser-Cluster werden wieder in feinere, dem Quellwasser nahe kommende, Kleinst-Cluster zerlegt. Physikalisch gesehen soll diese Zerstäubung unter anderem eine erheblich größere Oberfläche zum Abtransport von Giftstoffen über die Nieren ermöglichen.

Wirkung des behandelten Wassers

Anhänger Hacheneys sprechen dem levitierten Wasser zahlreiche positive Effekte zu. Dazu gehören beispielsweise 

  • eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • Verbesserung der Verdauung 
  • positive Wirkung bei Bluthochdruck
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Verbesserung des Blutbildes

Es gibt keine wissenschaftlich bestätigten Untersuchungen für diese These der Wasseraufbereitung

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Lehmpackung: Was ist das?

Warum eine Lehmpackung?

Die lokale Lehmanwendung aktiviert die regionale Durchblutung, den Stoffwechsel, die Verdauung und das Lymphsystem. Die Lehmpackung wird von einer Therapeutin je nach Indikation als kühle (z. B. bei Entzündungen) oder warme Packung (z. B. bei Muskelverspannungen) aufgetragen. Regelmäßig durchgeführt – sinnvoll sind mindestens fünf Anwendungen in Serie – verbessern Lehmpackungen die Blutzirkulation und damit die Sauerstoffversorgung und Funktionalität von Gewebe und Gelenken. Weiterhin entgiften und entsäuern sie den Organismus, stabilisieren und kräftigen, helfen bei rheumatischen sowie degenerativen Erkrankungen und lindern Haut- und Krampfaderleiden. Sie dienen als ein gutes Gefäßtraining, steigern die Vitalität und fördern die körpereigenen Abwehrkräfte.

Frau bekommt eine Lehmpackung von einem Therapeuten
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Laconium: Was ist das?

Was ist ein Laconium?

Mit Laconium wird eine trockene Saunaform bezeichnet, die Temperatur liegt bei circa 55 Grad Celsius. 

Wie wirkt die Wärme auf den Körper?

Nach kurzer Zeit wird der Körper so erwärmt, dass er durch intensives Schwitzen optimal entgiftet wird. Die Durchblutung wird angeregt und der Abbau von Stoffwechselschlacken beschleunigt, zusätzlich werden die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert.

Das regelmäßige Schwitzen im Laconium hilft zudem, Stress nachhaltig abzubauen. Die Herztätigkeit wird angeregt und der Blutdruck reguliert. Das Resultat ist ein Gefühl von Frische und tiefer seelischer und körperlicher Entspannung. Die Aufenthaltsdauer im trockenen Schwitzraum wird nach dem eigenen Wohlbefinden festgelegt, die entschlackende Wirkung setzt aber bereits nach 15 bis 20 Minuten ein.

Innenansicht eines Laconium, welches komplett mit Mosaikfliesen verkleidet ist
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Kräuterstempelmassage: Was ist das?

Die Geschichte der Kräuterstempelmassage:

In vielen fernöstlichen Kulturen zählt die Kräuterstempelmassage zu den traditionellen Heilmethoden. Im indischen Ayurveda gehören Kräuterstempelmassagen mit den unterschiedlichsten Ölen zu den typischen Behandlungen, sie werden hier als Pinda Sveda oder Pinda Sweda bezeichnet. Aber auch innerhalb der traditionellen Thai-Massage hat diese Behandlungsart mit heißen Kräutersäckchen einen hohen Stellenwert und kann auf eine jahrtausendealte Tradition zurückblicken.

Unabhängig vom kulturellen Ursprung steht bei der Behandlung mit heißen Kräuterstempeln immer der ganzheitliche Ansatz im Mittelpunkt. Es werden also nicht nur die körperlichen Beschwerden behandelt, sondern auch die geistig, mentale und seelische Ebene mit einbezogen. Die Kräuterstempelmassage wirkt also nicht nur rein entspannend, sondern soll darüber hinaus auch Blockaden lösen und der Harmonisierung der „Doshas“ dienen. Der Begriff „Dosha“ ist ein wichtiger Begriff im Ayurveda, die Doshas bestimmen die Konstitution jedes einzelnen Menschen und regulieren seine geistigen und körperlichen Funktionen.

Wie funktioniert die Kräuterstempelmassage?

Die Kräuterstempelmassage findet auf einer bequemen Liege beziehungsweise auf einer Matratze am Boden statt, wenn die Behandlung in einem Thai-Massage-Studio durchgeführt wird. Bei der traditionellen Thai-Massage wird die Behandlung ausschließlich mit im Wasserdampf erhitzten Kräuterstempeln durchgeführt, wohingegen im indischen Ayurveda die Kräuterstempel in erwärmtem Öl getränkt werden, das dann auch zur Massage weiterverwendet wird. Auch während der Massage müssen die Kräutersäckchen immer wieder erhitzt werden. Die Kräuterstempel sind Seiden-, Baumwolle- oder auch Leinentücher, die mit ausgewählten Kräutern gefüllt sind.

Zwei Kräuterstempel liegen auf einem schwarzen Tisch mit Gras und Blumen

Welche Kräuter werden verwendet?

Die Zusammensetzung der Kräuterstempel kann individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt werden. So gibt es Mischungen zur Entschleunigung, zur Entgiftung oder Regeneration. Johanniskraut, Lindenblüte oder Baldrian wirken beruhigend, eine Mischung aus Melissenblättern, Kamillenkraut und Zitronenschalen ist hingegen erfrischend und anregend.

Wie ist der Ablauf der Massage?

Eine Kräuterstempelmassage kann in drei Abschnitte eingeteilt werden. Die Entspannungsphase, die direkte Kräuterstempelmassage sowie die Nachruhephase.

Zu Beginn wird im Rahmen der Entspannungsphase der zu massierende Bereich vollständig mit Öl eingerieben. Dies hat bereits eine sehr entspannende Wirkung und leitet in einem fließenden Übergang die Kräuterstempelmassage ein. Für diese ist es nötig, dass der Körper der zu behandelnden Person bereits eingeölt ist, damit die Stempel im folgenden über den Körper geführt werden können. Die Kräuterstempelmassage zeichnet sich unter anderem durch thermische Reize sowie durch die unterschiedlichen Berührungen durch den Masseur aus. So streicht, tupft und klopft er mit den Kräuterstempeln über den zu behandelnden Bereich. Dabei führt er die Bewegungen im Wechsel von Schnell zu Langsam durch, mit kreisenden Bewegungen und durch klassische Massagegriffe. Je kühler die Stempel werden, umso intensiver und langsamer kann der Therapeut die Bewegungen durchführen. Die Stempel werden zwischendurch immer wieder neu aufgewärmt. Nach der Behandlungphase mit den Kräuterstempeln beginnt die Nachruhe- und Nachfühlphase. 

Therapeut massiert eine Frau mit Kräuterstempeln

Wie lange dauert eine Kräuterstempelmassage? 

Für eine Kräuterstempelmassage sollte man etwas mehr Zeit einplanen – die Behandlung dauert durch das wiederholte Erwärmen der Kräuterstempel in Kombination mit klassischen Massagegriffen etwas länger. Eine Massage mit Kräuterstempeln dauert insgesamt meist zwischen 60 und 90 Minuten.

Was bewirkt die Massage?

Eine Kräuterstempelmassage hat eine wohltuende Wirkung auf den gesamten Körper. Zu den positiven Effekten zählen unter anderem:

  • Lockernde Wirkung bei Muskelverspannungen
  • Erholung bei Stress
  • Linderung von Rücken- und Nackenproblemen
  • Förderung der Durchblutung und des Stoffwechsels
  • Entschlackung
  • Entspannung von Körper, Geist und Seele
  • Pflegende Wirkung der Haut
  • Stärkung des Immunsystem
  • Aktivierung von Reflexzonen
  • Stärkung der Selbstheilungskräfte
  • Pflege der Haut

Zudem haben Kräuterstempelmassagen auf verschiedene Beschwerden eine verbessernde Wirkung. So hilft sie unter anderem bei 

  • Gelenkbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • chronischer Müdigkeit
  • Nierenproblemen
  • Stress
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Komedo: Was ist das?

Was ist ein Komedo?

Ein Komedo ist eine verstopfte Pore in der Haut. Hautreste und Öl vermischen sich und blockieren den Follikel, was zu einem Komedo führt. Es gibt zwei verschiedene Arten von Komedonen, die identifiziert werden können: Mitesser und Whiteheads. Ein Whitehead ist von Haut bedeckt, wohingegen ein Mitesser nicht bedeckt ist. Das Wort „comedo“ leitet sich vom lateinischen Wort „comedere“ ab, was wörtlich „aufessen“ bedeutet.

Komedonen können bei uns ohne Akne auftreten. Akne impliziert eine chronisch entzündliche Erkrankung, die sowohl Komedonen als auch Pusteln (Pickel) umfasst. Abhängig von der Menge der Komedonen und Pusteln wird entschieden, ob ein Hautzustand als Akne klassifiziert wird.

Komedonen betreffen nicht nur junge Männer und Frauen in der Pubertät, sondern können auch kurz vor der Menstruation auftreten oder Frauen mit einem polyzystischen Ovarialsyndrom betreffen. Auch eine ungesunde Ernährung und das Rauchen können möglicherweise das Erscheinungsbild von Komedonen begünstigen.

Nahaufnahme einer Nase, die übersäht ist mit Komedo

Wie entstehen die Mitesser?

Anders als oft angenommen, ist es in der Regel keine schlechte Hygiene oder Schmutz verursachende Komedonen, sondern eher Oxidation. Das Berühren oder Waschen der Haut mit falschen Produkten kann das Erscheinungsbild von Komedonen begünstigen. Wenn Sie an Komedonen leiden, wird empfohlen, Reinigungs- und Make-up-Produkte auf Wasserbasis anstelle von Produkten auf Ölbasis zu verwenden.

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Knieguss: Was ist das?

Wie läuft ein Knieguss ab?

Unter einem Knieguss versteht man das Begießen des Fußes, Unterschenkels und des Knies mit kaltem Wasser. Für einen Knieguss benötigt man lediglich kaltes Wasser und einen Brauseschlauch. Ein Knieguss ist Teil der Kneipp(therapie). Kleidungsstücke, die die Beine einschnüren, müssen abgelegt werden. Es wird am rechten Fußrücken begonnen, wo der Wasserstrahl zwei- bis dreimal von der Ferse bis zu den Zehen hin- und hergeführt wird. Danach geht es außen am rechten Unterschenkel hoch zur Kniekehle, wo circa zehn Sekunden gewartet wird, bis sich der Wassermantel gebildet hat.

An der Innenseite geht es dann am Unterschenkel zurück zum Fuß. Dieselbe Prozedur erfolgt am linken Fuß und Unterschenkel. Anschließend Rückkehr zum rechten Fuß. Hier wird der Wasserstrahl jetzt am Unterschenkel vorne außen parallel zum Schienbein bis zur Kniescheibe geführt. Hier verweilt man ebenfalls zehn Sekunden bis zur Ausbildung des fächerförmigen Wassermantels und kehrt dann an der Innenseite zum Fuß zurück. Das gleiche erfolgt auf der Vorderseite des linken Fußes und Unterschenkels. Das Schienbein selbst wird nicht direkt begossen, dafür aber zum Abschluss die Fußsohlen.

Frau übergießt während dem Knieguss-Vorgang ihre Beine mit kaltem Wasser aus einer Schale

Bei welchen Beschwerden kann ein Knieguss helfen?

Durch den Knieguss werden auch einige Heilanzeigen hervorgerufen. Beispiele dafür sind unter anderem:

  • Abhärtung
  • Hilfe bei Kopfschmerzen und Schlafstörungen
  • Durchblutungsanregungen bei Kreislaufstörungen
  • Kräftigung des Nervensystems
  • Krampfadernvorbeugung
  • Hilfe bei Muskel- und Gelenkrheumatismus, Gicht oder
  • Verbesserung von Unterleibsbeschwerden
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Kinesiologie: Was ist das?

Was ist Kinesiologie?

Kinesiologie ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, das auf speziellen Muskeltests beruht. Der US-amerikanische Chiropraktiker George Goodheart entwickelte das Behandlungskonzept in den 1960er-Jahren.

Welche Idee steckt hinter der Kinesiologie?

Dem Verfahren liegt die Idee zugrunde, dass die Muskelstärke im Zusammenhang mit bestimmten Organen des Körpers steht sowie mit der Psyche und dem emotionalen Bereich. Nach dieser Vorstellung drücken sich Krankheiten, Unverträglichkeiten gegen bestimmte Lebensmittel oder Stressfaktoren durch eine Schwächung wichtiger Muskelgruppen aus.

Belastende Gedanken, seelischer Stress oder ein gestörter Energiefluss sollen die Muskeln ebenfalls schwächen. Damit bezieht sich die Kinesiologie auf die Vorstellung der traditionellen Chinesischen Medizin von der im Körper kreisenden Energie und den auf Bahnen (Meridianen) liegenden Akupunkturpunkten.

Fließt die Energie ungehindert und ist der Organismus in Balance, ist das untersuchte Organ gesund – dann ist der zugehörige Muskel „eingeschaltet“ und stark.  Auf dem Test des Muskelwiderstandes beruhen das Diagnosesystem der Kinesiologie und die Suche nach den Medikamenten für die Behandlung der festgestellten Störung.

Wie laufen die Muskeltests genau ab?

Die Muskeltests werden im Sitzen, Stehen oder Liegen durchgeführt. Der Anwender fordert den Patienten auf, mit dem erhobenen Arm oder dem angewinkelten Bein gegen den Druck seiner Hand Widerstand auszuüben. Während der Patient die Muskeln anspannt, legt der Anwender seine andere Hand auf die Hautregion über jenem Organ, dessen Funktion überprüft werden soll. Können die Muskeln des Patienten dem Druck standhalten, soll das Organ gesund sein. Gibt der Arm oder das Bein nach, ist es nicht funktionstüchtig.

Die zur Behandlung notwendigen Medikamente ermittelt man ebenfalls durch Muskelkraft. Dabei wird auf die Region des in seiner Funktion gestörten Organs ein Medikament – in der Verpackung oder im Fläschchen – aufgelegt und der Muskeltest durchgeführt. Es wird so lange getestet, bis das passende Medikament gefunden ist. Dabei handelt es sich meistens um homöopathische Mittel. Die therapeutische Wirksamkeit der kinesiologischen Therapie ist nicht belegt.

Frau bekommt eine Kinesiologie-Behandlung von einer Therapeutin
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Klangschalenmassage: Was ist das?

Woher kommt die Klangschalenmassage?

Die Klangschalenmassage lehnt sich an östliche Heilmethoden an und hat die Harmonisierung von Körper, Seele und Geist zum Ziel. Der Ursprung der aus Metall bestehenden Schalen wird im Himalaya beziehungsweise in Indien vermutet, im Gebiet des heutigen Tibet. Der Klang der tibetischen Klangschalen ist sehr durchdringend, da sie aus verschiedenen Metalllegierungen bestehen. In ihrer Form erinnern sie an Essensschalen oder Opferschalen.

Wie läuft eine Massage ab?

Bei einer Klangschalenmassage werden die Klangschalen auf den bekleideten oder nackten Körper aufgesetzt beziehungsweise direkt darüber gehalten. 

Die Klangschalen unterscheiden sich dabei in ihrer Größe und dementsprechend in ihrer Frequenz. Die Metallschalen werden vom Therapeuten mit einem Klöppel angeschlagen oder mit einem Holzstab durch Reiben entlang des Schalenrandes zum Klingen gebracht.

Beim Anspielen der Klangschalen entstehen Vibrationen, die über den Boden der Schale auf den Körper übertragen werden und sich dort ausbreiten. Dabei sorgen nicht nur die Schallwellen, die bis ins Körperinnere wirken, für Entspannung, sondern auch die durch den Anschlag entstehende Töne haben eine beruhigende Wirkung auf den Geist.

Frau liegt auf einer Liege und genießt eine Klangschalenmassage

Was bewirkt die Massage?

Eine Klangschalenmassage aktiviert die Selbstheilungskräfte und fördert die eigene Körperwahrnehmung. Zudem unterstützt sie die Entspannung des ganzen Körpers und wirkt beruhigend auf die Atmung sowie auf das Herz- und Nervensystem.

Die Wirkung der Klangschalen wird zum einen damit erklärt, dass der menschliche Körper überwiegend aus Wasser besteht, welches durch die Schallwellen in Bewegung gesetzt wird. Dieser Effekt soll letztlich wie eine innere Massage der Körperzellen wirken und körperliche Verspannungen sowie seelische Blockaden lösen. Dabei schwingen die Zellen zunächst mit der Frequenz der Klangschale und finden nach kurzer Zeit zu ihrem eigenen Rhythmus zurück. Der Resonanzeffekt der Klangschalen spielt hierbei die entscheidende Rolle, da durch diese eine sanfte Massage auf molekularer Ebene im Körperinneren stattfindet.

Eine andere Erklärung geht davon aus, dass bestimmte Töne, die durch Klangschalen erzeugt werden, den verschiedenen Chakren zugeordnet werden und diese positiv beeinflussen können. Bei Störungen der Chakren sollen diese mit Hilfe der Klangschalenmassage harmonisiert und positiv beeinflusst werden. 

Durch die Massage entstehenden Schwingungen fließt die Körperenergie ungehemmt in ihren ursprünglichen Fluss. Zellen finden so wieder an ihren natürlichen Platz. 

Wann wird die Klangschalenmassage angewandt?

Die Klangschalenmassage kann bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden. Dazu zählen:

  • ein hohes Stresslevel
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lernschwäche
  • negative Verstimmung
  • Kopfschmerzen
  • Blutdruckprobleme

Welche Massagearten gibt es?

Es gibt Klangliegen und -wiegen aus Holz, in die sich der Patient hineinlegen kann. An einer Seite befindet sich eine Öffnung sowie Saiten, die vom Therapeuten gezupft werden. Zusätzlich kann eine Klangwiege geschaukelt werden.

Die Klangschalenmassage gilt als begleitende Maßnahme bei der Heilung von Erkrankungen. Sie ist kein Ersatz für die Behandlung eines Arztes, Therapeuten oder Heilpraktikers. Eine wissenschaftlich belegbare Wirkung der Klangschalenmassage ist nicht bekannt. 

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Kleopatrabad: Was ist das?

Woher kommt das Kleopatrabad?

Schon Kleopatra, die letzte altägyptischen Königin vom Nil, verwöhnte sich regelmäßig mit Bädern in Eselsmilch und Honig, um ihre Schönheit zu erhalten. Auch Stutenmilch und verschiedene ätherische Öle waren als Badezusatz bei der Königin sehr beliebt. Damit gehört diese Bade-Ritual sicherlich zu den ältesten Wellnessanwendungen der Weltgeschichte.

Aber nicht nur Königin Kleopatra legte großen Wert auf die tägliche Pflege und ließ sich gerne verwöhnen. Körperpflege war im alten Ägypten auch für die normale Bevölkerung ein wichtiges Thema und nicht nur ein Privileg der Königin und des Adels. Tägliches Waschen und Bäder mit aromatischen Ölen und anderen Badezusätzen waren eine Selbstverständlichkeit.

Für vollständige Sauberkeit schabte man den Körper nach dem Bad zusätzlich noch mit einem speziellen Schaber ab. Die anschließende Pflege der Haut mit verschiedenen Cremes diente sowohl der Pflege als auch der Desinfektion und dem Schutz vor der intensiven Sonneneinstrahlung.

Was brauche ich für ein Kleopatrabad?

Genau wie vor einigen tausend Jahren ist der Hauptbestandteil des Kleopatrabades Milch. Eselsmilch findet auch heute noch Verwendung. Man benutzt sie zur Linderung von Allergien und in der Kosmetik. Die Proteine in der Eselsmilch haben eine beruhigende Wirkung auf die Haut und sind sehr wirksam bei verschiedenen Hautbeschwerden.

Da Eselsmilch sehr teuer und relativ schwer zu beschaffen ist, greift man heute auf Ziegenmilch, Kuhmilch oder Schafsmilch zurück. Für Menschen mit sehr trockener Haut oder Neurodermitis ist ein Keopatrabad mit Schafsmilch sinnvoll, da die Schafsmilch eine höheren Fettanteil (sieben Prozent) als zum Beispiel Kuh- oder Ziegenmilch hat. Zudem enthält Schafsmilch deutlich mehr Vitamine.

Dazu kommt heute wie damals Bienenhonig. Um die rückfettende Wirkung des Kleopatrabades noch zu steigern, kann man zusätzlich noch Lavendel- und Mandelöl oder natürliches Meersalz hinzugeben.

Wie wirkt das Bad?

Das Milchfett beruhigt die Haut und die Milchsäure speichert die Feuchtigkeit. Die Vitamine A und E in der Milch schützen vor den sogenannten „Freien Radikalen“, aggressiven Sauerstoffverbindungen, die der Haut schaden und den Alterungsprozess beschleunigen. Die in der Milch enthaltenen B-Vitamine glätten die Haut. Die Haut wird im Kleopatrabad nicht nur weich und geschmeidig, sondern erhält auch ihren natürlichen Säureschutzmantel zurück. Ein Kleopatrabad ist also natürliche Pflege für die Haut.

Auch Honig gehört in ein Kleopatrabad. Im alten Ägypten war Honig ein kostbares Lebensmittel und wurde auch „Speise der Götter“ genannt. Honig hat nicht nur eine antibakterielle Wirkung und bringt viele Vitamine mit, er bindet auch – genau wie Milch – die Feuchtigkeit in der Haut und verströmt einen angenehmen Duft.

Für eine optimale Wirkung sollte ein Kleopatrabad nicht wärmer als 39 Grad Celsius sein und die Dauer 20 Minuten nicht überschreiten.

Bei einer Variante des Kleopatrabades handelt es sich weniger um ein Bad, sondern vielmehr um eine pflegende Körperpackung. Dabei werden Milch und Honig auf die Haut aufgetragen und der Körper anschließend mit Folien und Wickeln eingepackt. Die in der Packung enthaltenen Wirkstoffe können so optimal von der Haut aufgenommen werden.

Frau liegt in Badewann und genießt ein Kleopatrabad

Kleopatrabad in der eigenen Badewanne

Da viele Menschen die Zutaten für ein Kleopatrabad bereits vorrätig haben, kann man auch Zuhause in der eigenen Badewanne wie Königin Kleopatra baden und sich selbst rundum verwöhnen.

Folgende Zutaten gehören zu einem klassischen Kleopatrabad:

  • 1 Liter Milch
  • 250 Gramm Bienenhonig
  • 1-3 Esslöffel Olivenöl
  • Blütenblätter einer Rose

Der Honig wird im Wasserbad erwärmt, damit er sich verflüssigt. Anschließend wird er mit dem Olivenöl und der Milch verrührt und mit dem warmen Badewasser vermischt. Das Badewasser sollte eine Temperatur von 39 Grad Celsius haben. Zum Schluss werden die Rosenblätter im Badewasser verteilt. Der Duft der Rosenblätter wirkt harmonisierend bei Traurigkeit und Kummer und mildernd bei Hautallergien sowie trockener oder entzündeter Haut. Je frischer die Blätter sind, desto intensiver entfaltet sich der Duft.

Diese Grundrezeptur ist um viele weitere Badezusätze erweiterbar. Der Zusatz von ein paar Tropfen Lavendelöl verstärkt zum Beispiel noch einmal den Entspannungseffekt des Kleopatrabades. Gibt man Meersalz in das Badewasser, wird die Durchblutung der Haut angeregt und alte Hornschüppchen entfernt. Hierbei sollte man allerdings die Badewanne zuerst zu einem Viertel mit warmen Wasser füllen und die Salzkristalle mit den Händen verteilen, bis sie sich aufgelöst haben. Danach die erhitzte Milch-Olivenöl-Honig-Mischung hinzugeben und mit den Händen im Badewasser verteilen.

Was muss ich nach dem Bad beachten?

Menschen, die zu fettender Haut neigen, werden nach dem Kleopatrabad einen Fettfilm auf der Haut bemerken. Dieser Fettfilm sollte nach dem Bad auf jeden Fall abgeduscht werden, da er keinerlei positive Wirkung hat. Wer von Natur aus zu trockene Haut hat, sollte den Fettfilm auf der Haut nicht abduschen. Hier ist es besser, die Haut nach dem Bad nicht abzurubbeln, sondern nur vorsichtig abzutupfen. Nach dem Kleopatrabad sollte man sich auf jeden Fall eine Ruhepause gönnen.

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