Der Reiz der Barfußpfade liegt in der sinnlichen Erfahrung, barfuß über verschiedene Untergründe zu gehen. Als Barfußpfad werden sowohl kurze Pfade als auch lange Strecken verstanden. Sie dienen der Gesundheit, dem bewussten Fühlen mit den Füßen sowie der Stärkung der achtsamen Wahrnehmung der Natur. Unsere Füße sind das Kontaktorgan zum Boden und sie tragen uns durch unseren Alltag. Gerade deswegen ist es eine wertvolle Erfahrung, diesen im Alltag mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Welche Materialien werden verwendeet?
Beliebte Materialien für Barfußpfade sind beispielsweise
Baumscheiben
Tannenzapfen
Rindenmulch
Sägespäne
Kieselsteine
Moor
Sand
Feiner Kies
Steinbrocken
Querhölzer
Balancierstamm
Wasser
Muscheln
Humus
Gras
Ist barfuß gehen gesund?
Durch den unebenen Untergrund, der durch die verschiedene Materialien auf einem Barfußpfad bedingt ist, wird der Fuß beim Laufen wesentlich stärker aktiviert als auf glattem Untergrund oder in Schuhen. Diese Eigenschaften fördern die Stärkung der Füße und des Rückens. Barfußlaufen hat aber noch viele weitere positive Effekte auf den Körper. Dazu zählen unter anderem:
eine Steigerung der Durchblutung
bei kühleren Temperaturen kurbeln die Kältereize die Wärmeproduktion im Körper an
die Nutzung der idealen Abrollbewegung des Fußes, die der Rückenmuskulatur entscheidende Impulse zur Schonung von Wirbelgelenken und Bandscheiben gibt
die Stärkung von Füßen und Rücken, da die Unebenheiten ihnen viel Beweglichkeit abverlangen
die Muskelspannung stützt das Fußgewölbe und kann die Entstehung von Fußschäden verhindern
eine Verbesserung des psychischen Befindens, da Glückshormone durch die Reize an den Fußsohlen verstärkt gebildet werden
der Wadenmuskel kann in seiner Funktion als Blutpumpe seine Funktion voll entfalten und gilt daher als Heilmethode gegen Venenleiden
Welche Arten von Barfußpfaden gibt es?
Heute gibt es in ganz Deutschland Barfußpfade unterschiedlicher Art. Generell lässt sich zwischen drei verschiedenen Formen unterscheiden.
Fußfühlpfade: Fußfühlpfade werden meist temporär aufgebaut und umfassen verschiedene Materialien. Die Materialien werden dafür meist auf Vlies ausgestreut oder in Kartons platziert. Meist umfassen diese Pfade eine Länge von zehn bis 100 Metern.
Barfußwanderwege: Barfußwanderwege umfassen meist eine Länge von einem bis fünf Kilometern Länge und verfügen daher über eine angenehme Bodenstrecke. Dabei werden die Bedingungen der Region einbezogen, um ein besonders authentisches, naturverbunden Erlebnis zu kreieren. Auch das Balancieren über Baumstämme oder Steinbrocken wird gerne in solche Strecken eingebunden.
Barfußparks: Barfußparks werden gerne nahe an Kuranlage angeboten. Hierfür ist eine längere Wegstrecke nötig, die die Interessierten ablaufen können. Abwechselnde Bodenbeläge sorgen für Vielfalt. Oft finden sich hier auch Wahrnehmungsstationen, in denen Teilnehmer mit ihren Hände Dinge erfühlen können. Bei solchen Anlagen ist es insbesondere wichtig, den Park gut zu pflegen, damit Gefahren für die Nutzer ausgeschlossen werden können.
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Badekur: Was ist das?
Was ist eine Badekur?
Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen die Heilkräfte der Naturelemente: Die Badekur bildet dabei eines der Standbeine der natürlichen Medizin. Sie kann sogar als ambulante Vorsorgeleistung unter bestimmten Voraussetzungen bei der Krankenkasse beantragt werden.
Badekuren lassen sich am Meer (Thalasso-Kur) oder in Heilbädern mit Thermalquellen beziehungsweise in Orten mit klimatischen Besonderheiten durchführen. Badekuren können nicht nur bei akuten oder chronischen Gesundheitsstörungen (zum Beispiel Stress und Wirbelsäulenprobleme) eingesetzt werden, sondern auch in präventiver Form.
Jede Jahreszeit hat dafür für eine Badekur ihre Vorteile: Frühjahr und Herbst sind gut geeignet für Atemwegsprobleme, der Sommer bietet belebende Erholung bei Sonne und Bewegung an der frischen Luft, der Winter verkörpert die Ruhe mit abhärtenden Spaziergängen. Kurorte befinden sich nur in besonders ausgewählten, gesundheitsfördernden Gegenden. Während einer Kur werden insbesondere ortsgebundene Heilmittel eingesetzt, die in der Region in natürlicher Weise vorhanden sind.
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Bachblütentherapie: Was ist das?
Was ist eine Bachblütentherapie?
Die original Bachblütentherapie wurde von dem englischen Immunologen, Heilpraktiker und Philosophen Dr. Edward Bach (1886 – 1936) begründet. Sie soll als alternatives Naturheilverfahren der „Reharmonisierung disharmonischer Seelenzustände“ dienen. Bach erforschte und definierte 38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur, die zum Auslöser für seelische und körperliche Krankheiten werden beziehungsweise deren Ausheilung verhindern. Die Bachblütenmittel richten sich somit nicht gegen eine bestimmte Krankheit, sondern sollen das der Krankheit zugrundeliegende seelische Ungleichgewicht beheben.
Was funktionieren die Bachblütenmittel?
Die Bachblütenkonzentrate sind 38 speziell aufbereitete Blütenauszüge wild wachsender Pflanzen und Bäume, die in individuell zusammengestellten Bachblütenmischungen eingenommen werden. Die Auswahl der Blüten erfolgt im Gespräch mit einem ausgebildeten Bachblütentherapeuten. Hierzu gehören Ärzte, Zahnärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten.
In Deutschland werden Bachblütenmittel als Arzneien betrachtet. Da sie als solche jedoch nicht zugelassen sind, dürfen sie nicht ohne weiteres in Apotheken vorrätig gehalten werden. Sie können jedoch von den Apotheken aus einem anderen EU-Land, zum Beispiel England, in einer Menge, die dem persönlichen Bedarf entspricht, importiert werden.
Wie läuft eine Bachblütentherapie ab?
Bei der Anwendung der Bachblütentherapie werden drei unterschiedliche Anwendungsebenen unterschieden:
Die seelische Gesundheitsvorsorge, wie etwa der Wunsch nach Bewusstseinsentwicklung oder Harmonisierung disharmonischer seelischer Verhaltensmuster wie Eifersucht, Ängstlichkeit oder Resignation.
Die Akutbehandlung psychischer Stresssituationen und Lebenskrisen, zum Beispiel Midlife Crisis, Arbeitsplatzverlust oder Schulprobleme. Hier wird die Bachblütentherapie ergänzend zu psychotherapeutischen Maßnahmen eingesetzt.
Auch als ergänzende Begleitbehandlung akuter und chronischer Krankheiten (ergänzend zu spezifischen Behandlungen durch einen Arzt oder Heilpraktiker) kann die Bachblütentherapie hilfreich sein. Besonders bewährt hat sie sich bei Beschwerden mit psychovegetativer Symptomatik, wie zum Beispiel Schlafstörungen oder Neurodermitis.
Die Bachblütenkonzentrate können also zur Vorbeugung gegen körperliche Krankheiten und zur Unterstützung einer fachgerechten medizinischen oder psychologischen Behandlung dienen, diese aber auf keinen Fall ersetzen.
Wie erfolgt die Auswahl der Bachblüten?
Hierfür können die zu Behandelnden an einem Test teilnehmen, der herausstellt, welche Bachblüten für die Symptomatik Sinn macht. Neben dem Test spielen intuitive Auswahlverfahren eine Rolle. Dabei werden bis zu vier Fläschchen direkt aus der Palette der Bachblüten gezogen. In der finalen Auswahl werden die Ergebnisse aus dem Text und die spontane Auswahl zusammengeführt. Dann entscheidet der zu Behandelnde bewusst, mit welchen sechs Bachblüten er in den nächsten Wochen arbeiten möchte. Abschließend wählt der Patient eine Kraftformel für die Bachblütenmischung aus, die während der Einnahme geändert werden kann. Diese soll im besten Fall während der Einnahme immer wieder laut ausgesprochen werden.
Wie werden Bachblüten eingenommen?
Die Bachblüten sind traditionell als Konzentrate erhältlich und sie werden unverdünnt eingenommen. Klassisch werden zwei Tröpfchen des Konzentrats der gewählten Bachblüte in ein Glas gegeben und dann über den Tag verteilt getrunken. Eine andere Anwendungsvariante ist die Zubereitung der Bachblüten-Mischung in einer Einnahmeflasche. Diese wird dann mit stillem Mineralwasser aufgefüllt. Bei dieser Variante werden in der Regel viermal täglich vier Tropfen direkt auf die Zunge gegeben.
Bei akuten Unausgeglichenheiten macht eine Einnahmedauer von ein bis vier Tagen Sinn, während die empfohlene Einnahmedauer bei längeren Problemsituationen mindestens elf Tage, aber in der Regel etwa 21 Tage betragen sollte. Nach Ablauf dieser Zeit wird überprüft, ob die momentane Zusammensetzung der Bachblüten weiterhin den Bedürfnissen des Behandelnde entspricht. Dieses Vorgehen wird je nach Anforderungen wiederholt.
Wissenschaftlich ist die Wirkung der Bachblütentherapie nicht nachgewiesen.
Für wen eignet sich die Bachblütentherapie?
Dr. Edward Bach unterteilte in sieben Gruppen, für die sich seine Bachblütentherapien besonders eignen. Das sind folgende:
Menschen mit Angstzuständen
Unsichere Menschen
Einsame Menschen
Menschen mit keinem Interesse daran, was um sie herum geschieht
Übermäßig um andere besorgte Menschen
Mutlose und verzweifelte Menschen
Menschen, die überempfindlich auf externe Einflüsse reagieren
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Ayurveda: Was ist das?
Ayurveda: Was ist das und woher kommt der Begriff?
Die Wurzeln des Ayurveda – der Wissenschaft vom Leben – liegen in Indien und Sri Lanka und reichen weit über fünftausend Jahre zurück. Mehr als dreitausendfünfhundert Jahre alt sind die Vedischen Schriften, in denen die Gesundheitsregeln des Ayurveda erstmals schriftlich niedergelegt wurden. Das medizinische Wissen der ayurvedischen Lehre ist in diesen „heiligen Büchern“ zusammengefasst. Dort sind acht eigenständige medizinische Bereiche beschrieben:
Innere Medizin
Frauen- und Kinderheilkunde
Hals-Nasen-Ohren- und Augenheilkunde
Geisteskrankheiten
Chirurgie
Toxikologie
Gesundheitsförderung und Revitalisierung
Sexualmedizin
In Indien werden auch heute noch sämtliche Erkrankungen mit Ayurveda behandelt. Dabei ist traditionell die Prävention gegen eventuell entstehende Krankheiten ein wesentlicher Bestandteil der Ayurveda-Medizin. Oft erfolgt die Behandlung parallel oder in Kombination mit der Schulmedizin. Auf der anderen Seite werden die gesundheitlichen und spirituellen Lehren des Ayurveda in Europa immer häufiger in alternative Heilmethoden integriert, angepasst an die Bedürfnisse der westlichen Patienten.
Ayurvedisch arbeitende Therapeuten behandeln nie nur ein Symptom, sondern immer den ganzen Menschen. Sie sehen den Patienten in seiner Individualität auf allen Ebenen von Körper, Geist und Seele. Dabei spielen aber nicht nur der aktuelle Gesundheitsstand und die persönliche Konstitution eine Rolle, sondern der ayurvedische Behandler wird immer auch die geografischen und kulturellen Bedingungen in seine Diagnose und Therapie einbeziehen. So können die ayurvedischen Lehren den jeweiligen regionalen Bedingungen angepasst und individuelle Behandlungskonzepte entwickelt werden. Aus ayurvedischer Sicht ist ein Mensch gesund, wenn er sich lebendig, wach und ausgeglichen fühlt. Physiologisch gesehen arbeiten alle Lebenskräfte auf körperlicher und geistiger Ebene optimal zusammen. Verdauung und Stoffwechsel funktionieren reibungslos und jede geeignete Nahrung kann verdaut und verwertet werden.
Welche Bedeutung haben die Doshas?
Im Zentrum der ayurvedischen Medizin steht die Lehre von den drei Doshas:
Vata
Pitta
Kapha
Diese bestimmen die Eigenschaften und damit den Konstitutionstyp eines Menschen. Deren Qualitäten sind vom Mischungsverhältnis von
Feuer
Wasser
Erde
Luft und
Raum
bestimmt.
Diese Grundelemente steuern alle Vorgänge und Verhaltensweisen sowohl in der Natur als auch im menschlichen Organismus. Das Verhältnis der Anteile von Vata, Pitta und Kapha zueinander macht den Menschen oder Konstitutionstyp (Prakriti) aus. Die Konstitution erklärt die Stärke eines Menschen und seine Schwachstellen, seine Krankheitsbereitschaft und die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper. „Dosha“ bedeutet wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt „Fehler“. Geraten die Doshas aus dem Gleichgewicht (es herrscht also ein Mangel oder Überschuss mehrerer Doshas), kann es zur Ansammlung von Toxinen und Schlacken im Gewebe kommen, dem sogenannten Ama.
Vata: das Bewegungsprinzip
Vata setzt sich zusammen aus den Elementen Raum und Luft. Seine Eigenschaften sind leicht, trocken, subtil und schnell. Es steuert sämtliche willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe und ist zuständig für unser Nervensystem. Auf geistiger Ebene sorgt es für Kreativität und Wahrnehmung. Im Lebenszyklus steht Vata für das Alter. In der Natur wird Vata als kaltes, trockenes Winterwetter erlebt.
Menschen, bei denen das Vata-Dosha dominiert, sind begeisterungsfähig, kreativ und neugierig. Vatas sind oft sehr sensibel und neigen zu Grübeleien. Die Folge sind häufig Schlafstörungen und sie neigen zu unregelmäßiger Verdauung. Vata-Typen sind optisch oft eher feingliedrig und zart, vor allem in Hinblick auf Gesichtszüge, Hände und Füße.
Pitta: das thermische Prinzip
Pitta setzt sich zusammen aus den Elementen Feuer und Wasser. Seine Eigenschaften sind warm, flüssig, beweglich, scharf und sauer. Pitta ist zuständig für die Verdauung und den Stoffwechsel. Auf geistiger Ebene repräsentiert es den Intellekt. Im Lebenszyklus steht Pitta für die Mitte des Lebens. Bei warmem Wetter und in den Sommermonaten herrscht Pitta vor.
Pitta-Menschen sind häufig charismatisch, sehr aktiv und motiviert. Sie verstehen es, andere Menschen mitzureißen und zu überzeugen. Daher überwiegt bei Führungspersönlichkeiten oft das Pitta-Prinzip. Pittas sind gut organisiert, sehr strukturiert und effizient.
Körperlich sind Pitta-Typen oft von mittlerer Statur, athletisch gebaut und sportlich.
Kapha: das Stabilitätsprinzip
Kapha setzt sich zusammen aus den Elementen Wasser und Erde. Seine Eigenschaften sind schwer, kalt, ölig und langsam. Kapha ist zuständig für Zusammenhalt und Struktur im Körper und gibt Stabilität auf körperlicher und geistiger Ebene. Im Lebenszyklus seht Kapha für die Kindheit. Kaltes, nasses Wetter, zum Beispiel im Frühling, repräsentiert Kapha in der Natur.
Kapha-Typen sind oft sehr entspannt, beständig und handeln meistens wohlüberlegt. Sie sind geerdet, mögen keine Veränderungen und reagieren weder impulsiv noch überstürzen sie Dinge.
Äußerlich neigen Kapha-Menschen zu Übergewicht und bewegen sich eher ungern. Heißhunger und großer Appetit tragen ebenfalls zur kräftigen Statur bei.
Bei vielen Menschen stehen ein oder zwei Doshas im Vordergrund. Grundsätzlich sind jedoch alle drei Dosha-Typen in ihrem individuellen Verhältnis zueinander in jedem Menschen bereits von Geburt an festgelegt. Gerät das Gleichgewicht der Doshas über einen längeren Zeitraum aus der Balance, können Krankheiten entstehen. Negative Faktoren, die sich nachteilig auf die Harmonie der Doshas auswirken, sind zum Beispiel
eine einseitige Ernährung
ein generell ungesunder Lebensstil
zu wenig Bewegung
Stress
Umweltgifte oder auch
die genetische Veranlagung.
Welche Rolle spielt die Ernährung im Ayurveda?
Auch die Ernährung im Ayurveda richtet sich nach den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Es gibt allerdings auch allgemeingültige Regeln, die für alle Doshas gelten.
Es sollte erst wieder gegessen werden, wenn die vorangegangene Mahlzeit vollständig verdaut ist. Ein wachsendes Hungergefühl ist hierfür der beste Indikator.
Um die Verdauung nicht mehr als nötig zu belasten, sollte man sich nie komplett satt essen, sondern die Mahlzeit beenden, wenn der Magen zu drei Viertel gefüllt ist.
Der Verdauungstrakt arbeitet mittags am besten. Morgens und abends ist er noch beziehungsweise schon wieder schwach. Daher sollte die Hauptmahlzeit am Mittag eingenommen werden. Morgens und abends sollten die Speisen leicht verdaulich sein.
Schnelles Essen, essen im Stehen oder essen bei Stress hat negativen Einfluss auf die Verdauung und ist daher zu vermeiden.
Warme Speisen und Getränke sind leichter zu verdauen als kalte. Als Durstlöscher eignen sich lauwarmes Wasser oder Kräutertees. Dies ist besonders morgens sinnvoll, da die Verdauung dann noch schwach ist.
Gewürze spielen im Ayurveda eine entscheidende Rolle. Es wird zwischen sechs Geschmacksrichtungen unterschieden: süß, sauer, bitter, salzig, scharf und herb. In einer ausgewogenen Mahlzeit sollten möglichst alle enthalten sein.
Welche Ernährungsregeln gelten für die drei Doshas?
Jede der drei Doshas im Ayurveda hat bestimmte Bedürfnisse in der Ernährung.
Menschen mit einem dominanten Vata-Dosha neigen oft zu Verstopfungen oder Blähungen. Für sie sind gekochte Mahlzeiten und warme Getränke empfehlenswert. Cremiges und Warmes ist gut für Vatas. Süß, sauer und salzig sind die besten Geschmacksrichtungen.
Das Pitta-Dosha neigt zu Heißhunger und sollte darauf achten, nicht zu viel auf einmal zu essen und scharfe, frittierte oder gebratene Speisen zu meiden. Bitterstoffe, wie in einigen grünen Blattgemüsen, wirken ausgleichend. Bitter, süß und herb sind für Pitta-Typen die besten Geschmacksrichtungen.
Die Verdauung bei Menschen mit einem dominanten Kapha-Dosha ist eher träge. Daher sollten Kapha-Typen auf fette und schwere Speisen sowie auf zu viel Rohkost verzichten. Die ayurvedische Lehre empfiehlt hier viel Gemüse, warme Speisen und Getränke. Auch scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili und Ingwer verträgt Kapha gut. Die besten Geschmacksrichtungen sind bitter und scharf.
Ergänzen sich Ayurveda und Yoga?
Sowohl Yoga als auch Ayurveda haben ihren gemeinsamen Ursprung in den Jahrtausende alten vedischen Schriften. Bereits dort werden sie immer wieder in Bezug zueinander gesetzt. Im Ayurveda geht es mit seinem ganzheitlichen medizinischen Konzept auch immer wieder um Bewegung, Meditation und Atemübungen und bezieht sich dabei auf die unterschiedlichen Praktiken des Yoga. Yoga beinhaltet neben den Asanas auch zahlreiche Empfehlungen für eine gesunde Lebensführung, wie Reinigungsrituale und eine gesunde Ernährung. Diese haben ihren Ursprung wiederum im Ayurveda. Im Kern haben Yoga und Ayurveda eines gemeinsam: Gesundheit, Achtsamkeit, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Sowohl Yoga als auch Ayurveda sehen neben dem Fokus auf einen gesunden Lebensstil immer auch die Verbindung zum höheren Selbst und die Verbindung von Körper, Geist und Seele.
Welcher Yoga-Stil eignet sich für welche Doshas?
Genau wie bei der Ernährung gibt es auch im Yoga Übungen, die für die einzelnen Doshas besonders geeignet sind beziehungsweise vermieden werden sollten.
Der Vata-Typ ist ehrgeizig, liebt es abwechslungsreich und schnell und läuft Gefahr, sich auch beim Yoga durch seine hohen Ansprüche an sich selbst sehr unter Druck zu setzen. Daher sind anstrengende Asanas ohne kurze Entspannungsphasen nicht geeignet. Sie unterstützen das bewusste Erleben von Anspannung und Entspannung. Die Anstrengung sollte daher eher moderat, die dynamischen Phasen nicht zu schnell und die statischen Phasen nicht zu lang sein. Die Übungen sollen kräftigen und stabilisieren ohne eine maximale Dehnung zu erreichen. Eine beruhigende und ausgleichende Wirkung haben die Wechselatmung und das Tönen mit dem Laut „mmmmm….“.
Auch der Pitta-Typ neigt dazu, sich beim Yoga stark zu fordern und auszupowern. Die Übungen sollten auch hier zu einer größeren inneren Gelassenheit und Ausgeglichenheit führen. Hier ist bei den Asanas auf eine gute Mischung von Kraft und Beweglichkeit zu achten. Entspannungsphasen sind sehr wichtig. Auch für Menschen mit überwiegendem Pitta-Dosha ist die Wechselatmung sinnvoll.
Der Kapha-Typ hat von allen Doshas den meisten Hang zu Ruhe und wenig Bewegung. Kaphas sollten vor allen Dingen Asanas praktizieren, die Wachheit, Ausdauer und Beweglichkeit fördern. Die Übungen sollten den Körper erhitzen und dehnen und die Schweißproduktion anregen. Hierzu zählen zum Beispiel der Sonnengruß, der Held oder das Boot sowie alle Rückbeugen. Die Entspannungsphasen sollten nicht zu lang sein.
Wie läuft eine Behandlung beim Therapeuten ab?
Eine gründliche Diagnose durch einen Ayurveda-Therapeuten umfasst unter anderem immer die Untersuchung von
Puls
Haut
Urin
Stuhl
Körpersprache
Gespräche über die häusliche Situation
das Umfeld und
die Ernährung.
Eine Vielzahl von Methoden kommt bei einer Ayurveda-Behandlung zum Einsatz, um die Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederherzustellen. Dazu gehören zum Beispiel
Reinigungskuren
Behandlungen entsprechend des Konstitutionstyps
spezielle Diäten
Ganzkörpermassagen oder
Farb- Aroma- und Musiktherapie sowie
pflanzliche und mineralische Arzneimittel.
Ayurvedische Arzneimittel haben meistens viele verschiedene Bestandteile. Ihre Basis sind oft Pflanzen, aber auch eine Vielzahl von Mineralien. In klassischen Rezepten findet man oft mehr als hundert Einzelstoffe.
Kann ich Ayurveda auch in meinen Alltag integrieren?
Viele ayurvedische Rituale können in die täglichen Abläufe integriert werden. Dazu zählt zum Beispiel die Morgenroutine (Dinacharya):
Direkt nach dem Aufstehen wird die Zunge mit einem Zungenschaber gereinigt. Dies befreit den Mundraum von Ablagerungen und Giftstoffen.
Ein Glas warmes Wasser mit Ingwer oder Zitrone vor dem Frühstück regt die Verdauung an.
Beim Ölziehen werden ein bis zwei Esslöffel Öl circa zehn Minuten im Mund hin und her bewegt. Danach wird es ausgespuckt und der Mund mit warmem Wasser ausgespült. Das Speichel-Öl-Gemisch sollte auf keinen Fall heruntergeschluckt werden. Das Öl bindet die fettlöslichen Stoffe in der Mundschleimhaut und reduziert Bakterien. Mundgeruch wird so reduziert, der Geschmackssinn geschärft sowie Zähne und Zahnfleisch gestärkt.
Die tägliche Bauchmassage mit warmem Öl regt die Verdauung an, stärkt die Abwehrkräfte und mildert Müdigkeit. Bei der Bauchmassage wird das Öl langsam in alle Richtungen massiert. Den Rest des Öls einziehen lassen und erst dann duschen.
Ayurveda in Europa:
In Europa wird der Begriff Ayurveda häufig mit der Vorstellung von Wellness und Ölmassagen verbunden. Ölmassagen sind allerdings nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielfältigen ayurvedischen Behandlungsmethoden. Sie sind eingebunden in das umfassende Reinigungs- und Entgiftungskonzept, das Panchakarma (übersetzt: „die fünf Handlungen“). Eine Panchakarma-Kur besteht also aus fünf verschiedenen Maßnahmen. Jeder einzelne dieser fünf Bausteine dient der Ausleitung von Giften. Ziel ist es immer, Körper und Geist nachhaltig und intensiv zu reinigen. Das Ausleiten der Gift- und Schlackestoffe findet über den Darm, den Mund und über die Haut statt. Die Art des Ausleitungsverfahren hängt von der Konstitution des Patienten (Pitta, Vata oder Kapha) ab und von der Art der Erkrankung. Zu einer Panchakarma-Kur gehört immer auch ein individuelles Ernährungskonzept, das die Konstitution des Gastes berücksichtigt.
Wer sich für eine traditionelle Panchakarma-Kur entscheidet, sollte hierfür mindestens zwei bis drei Wochen einplanen. Jede Kur beginnt für den Gast mit einem Besuch beim Ayurveda-Arzt. Hier werden die Doshas bestimmt und der individuelle Behandlungsplan festgelegt.
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Autogenes Training: Was ist das?
Was ist autogenes Training?
Autogenes Training stammt vom griechischen „autogen“ ab und bedeutet „aus sich selbst hervorgebracht“. Das autogene Training ist eine weit verbreitete Selbstentspannungs-Technik, die auch als „konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnet wird. Ziel ist dabei, über Autosuggestion eine Entspannung aus sich selbst heraus hervorzurufen (im Gegensatz zu von außen herbeigeführter Entspannung).
Wie wirkt autogenes Training?
Das autogene Training wurde von dem Berliner Nervenarzt und Psychotherapeuten Professor Johann Heinrich Schultz entwickelt. Die Methode strebt einen Mittelweg zwischen aktiver Anleitung und passivem Geschehenlassen an. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich dabei nur auf die inneren Erlebniswelten in der Ruhe und die stattfindende körperlich-seelische Entspannung. Um diese zu erreichen, bedient sich das Verfahren suggestiver Methoden, die als Autosuggestion bezeichnet werden. So soll ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung erreicht werden, das einer Störung der Gesundheit und des Wohlbefindens durch anhaltenden Stress sowie Spannungsvorgänge vorbeugen kann. Das Konzept des autogenen Trainings basiert auf vier Pfeilern:
• Spannung und Entspannung • Konzentration und Ruhe • Training und Lernen • Umschalten im Nervensystem und Ausbreitung von Entspannung im Körper
Wie funktioniert autogenes Training?
Das autogene Training wird stets in entspannter Haltung durchgeführt und enthält Schwereübungen zur Muskelentspannung, Wärmeübungen zur Entspannung der Blutgefäße, Herzübungen zur Beeinflussung der Herztätigkeit, Atem-, Sonnengeflechts- und Kopfübungen. Ziel ist es, sowohl körperlich als auch psychisch eine positive Veränderung sonst nicht beeinflussbarer Körperfunktionen und Empfindungen zu erreichen. Seelische Spannungszustände sollen ausgeglichen, Verkrampfungen gelöst und Schmerzen gelindert werden. So dient autogenes Training der allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens. Es wird auch eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.
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Atemtherapie: Was ist das?
Was ist eine Atemtherapie?
Atmen ist für den Menschen etwas Selbstverständliches – und zugleich überlebenswichtig. Heute haben jedoch viele Menschen eine falsche Atemtechnik. So atmen viele Menschen beispielsweise flach in die Brust, anstatt tief in den Bauch einzuatmen. Bei der Atemtherapie geht es darum, sich den Vorgang des Atmens bewusst zu machen und so nachhaltig die Atmung zu erleichtern. Dabei geht es nicht nur um die Tiefe des Atmens, sondern auch um weitere Aspekte. Der Atem beeinflusst alle Funktionen des Körpers. Dabei ist die Atmung nie konstant. Sie verläuft unterschiedlich – abhängig davon, ob ein Mensch schläft oder wach ist, ob er friert oder schwitzt oder beispielsweise Schmerzen hat.
Wie läuft eine Atemtherapie ab?
Atemarbeit wird in unserem Gesundheitssystem mit zwei verschiedenen Schwerpunkten angeboten: Die Therapie der Atmung und die Therapie mit der Atmung. So befassen sich zum Beispiel Physiotherapeuten hauptsächlich mit der Therapie von Krankheiten. Dabei geht es darum, die Lungenfunktion zu stärken und die Hilfsmuskulatur zu trainieren. Dies trifft zum Beispiel auf Patienten mit Asthma, chronischer Bronchitis oder Mukoviszidose zu. Diese Form der Atemtherapie wird in Krankenhäusern und den Praxen von Physiotherapeuten durchgeführt.
Daneben gibt es unterschiedliche Ansätze, die Atemarbeit als einen Prozess zur Bewusstwerdung der eigenen Atemmuster sehen. Hier liegt der Schwerpunkt der Atemarbeit in der Prävention und Rehabilitation. Die Arbeit ist in der Regel längerfristig und soll den Patienten bei seiner Persönlichkeitsentwicklung begleiten. Diese Form der Atemtherapie gehört zu den alternativen Heilmethoden. Die Anwender gehen davon aus, dass der Atem von allen Körperfunktionen des Menschen am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft ist.
Wie funktioniert eine Atemtherapie?
In der Atemarbeit wird die Empfindungsfähigkeit durch bestimmte Übungen geschult. Die eigene Atembewegung wird bewusst wahrgenommen und die Entspannung der tiefer liegender Muskulatur trainiert. Grundsätzlich möchte der Atemtherapeut die Eigenverantwortlichkeit des Patienten stärken und ihm helfen, mit Stress-Situationen besser umgehen zu lernen. Auch die seelischen Prozesse, die durch die Atemarbeit ausgelöst werden können, werden vom Atemtherapeuten begleitet.
Auch das Atemtraining, bei dem die Lungenkapazität verbessert werden soll, ist Teil der Atemtherapie. Bei dieser stehen eine Stärkung der Brustmuskulatur sowie Techniken zur Bauchatmung im Vordergrund.
Folgen einer falschen Atmung:
Findet über einen längeren Zeitraum eine falsche Atmung statt, so kann dies einige Folgen nach sich ziehen. Beispiele hierfür sind:
Bluthochdruck
Schwächung des Immunsystems
Herzkrankheiten
Verschlechterung der Konzentrationsfähigkeit
Wer führt eine Atemtherapie durch?
Die Atemtherapie gilt als Teilbereich der Physiotherapie, aus diesem Grund führen überwiegend als Atemtherapeuten ausgebildete Physiotherapeuten diese Behandlungsform durch. Als anerkanntes Heilmittel gehört es zu den Leistungen privater und gesetzlicher Krankenkassen.
Wie lange dauert eine Atemtherapie?
Wird vom Arzt eine Atemtherapie verordnet, umfasst diese in der Regel zunächst sechs Einheiten mit einer jeweiligen Dauer von etwa zwanzig Minuten. Im Idealfall üben die zu Behandelnden im Alltag zu Hause weiter.
Wann ist eine Atemtherapie sinnvoll?
Atemtherapien eignen sich als Begleitmaßnahme bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden. Hierbei wird nach einer individuellen Bestandsaufnahme entschieden, welche Therapie für die einzelne Person am effektivsten ist. Typische Krankheitssymptome, bei der die Atemtherapie Anwendung findet, sind:
allgemeine Beschwerden beim Atmen
Verspannungen
Störungen des Kreislaufsystems
Rücken- und Gelenkschmerzen
Stimm- und Sprechstörungen
Ängste und Nervosität
Verstimmungen
Schlafprobleme
Kopfschmerzen
Ziele der Atemtherapie:
Die verschiedenen Formen der Atemtherapie werden zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Dazu zählen unter anderem:
der Abbau von Atemhemmungen
Vermeidung von falscher Atmung
Kräftigung der Atemmuskulatur
allgemeine Leistungssteigerung durch eine verbesserte Atmung
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Was sind Asanas?
Was sind Asanas?
Der Begriff „Asana“ stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und bedeutet „feste Körperstellung“. Asanas sind somit festgelegte Körperübungen, die langsam und meditativ ausgeführt werden. Eine Asana sollte immer über eine bestimmte Zeit gehalten werden. Bewusste Atmung spielt bei der Ausführung eine entscheidende Rolle.
Es gibt verschiedene Kategorien von Asanas. Sie können sitzend, stehend oder liegend ausgeführt werden. Es gibt Vorwärts- und Rückwärtsbeugungen sowie Drehungen. Langsam und bewusst ausgeführt bringen die Körperübungen nicht nur körperliches Wohlbefinden, sondern sind auch geistige Übungen in Konzentration und Meditation.
Bei einem idealen Übungsprogramm werden alle Gelenke von den Zehen bis zu den Fingerspitzen einmal durchbewegt und alle Bereiche des Körpers einschließlich Atemapparat und Kreislaufsystem gespürt und trainiert.
Was bewirken Asanas?
Durch das Üben der Asanas verbessert sich die Muskelkraft und die Muskelspannung. Die Beweglichkeit wird erhöht und der Kreislauf angeregt. Durch regelmäßiges Praktizieren steigern sich zudem Ausdauer und Konzentration. Wichtig ist, die Übungen regelmäßig unter Anleitung eines kompetenten Lehrers zu trainieren, da ungenau oder falsch eingenommene Haltungen zu Schäden führen können.
Den Asanas werden zudem weitere positive Wirkungen zugeschrieben. Dazu zählen:
Aktivieren der Muskeln
Aufrichtung der Wirbelsäule
Verbesserung der Dehnbarkeit des ganzen Körpers
Verbesserung der Durchblutung
Unterstützung der körperlichen Entgiftung
Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems
Anregung des Stoffwechsels
Stärkung des Immunsystems
Welche Asanas gibt es?
Die genaue Anzahl an bestehenden Asanas lässt sich nicht bestimmen. Bekannt sind beispielsweise folgende:
Dabei wirkt das Ausführen der Asanas positiv auf die drei Ebenen
Körper
Geist
und Seele
sowie auf die energetische Ebene.
Der Sonnengruß:
Die Asanas werden typischerweise nicht als abgeschlossene Übung durchgeführt, sondern gehen ineinander über. Eine solche Abfolge wird Vinyasa genannt. Diese folgen dem Atem und ergeben so einen fließende Bewegungsablauf. Bekannt ist unter anderem der Sonnengruß, der insgesamt zwölf Asanas umfasst. Dazu gehören:
Tadasana (Berghaltung)
Urdhva Hastasana (Bergposition mit Händen nach oben)
Uttanasana (stehende Vorbeuge)
Ardha Uttanasana (halbe Vorbeuge)
Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund)
Liegestütz
Ablegen
Bhujangasana (Kobra)
Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund)
Ardha Uttanasana (halbe Vorbeuge)
Uttanasna (volle Vorbeuge) + Urdhva Hastasana
Tadasana
Die Asanas und ihre Geschichte
In seinem Herkunftsland Indien hat Yoga eine tausende Jahre alte Tradition und umfasst durch seine starke spirituelle Ausrichtung alle Bereiche des täglichen Lebens. Die im Westen am meisten verbreitete Form des Hatha-Yoga ist allerdings weniger Weltanschauung als vielmehr Sport und Entspannungsübung.
Der Begriff Yoga stammt von der Wortwurzel „Yuj“ aus dem Sanskrit. Yuj bedeutet soviel wie zusammenbringen, sich vereinigen, aber auch den Geist bündeln und einen Punkt erreichen, der vorher unerreichbar schien.
Im Übungsprogramm des Yoga werden meistens fünf Elemente geübt. Die Asanas (Körperhaltungen), die Pranayamas (eine Technik, den Atem zu regulieren), die Rezitation (von Silben, Worten oder Textpassagen), die Meditation und das Ritual.
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Aromamassage: Was ist das?
Was ist eine Aromamassage?
Für eine Aromamassage werden ätherische Öle mit klassischen Basisölen gemischt und sanft in die Haut einmassiert. Nicht nur dort entfalten sie ihre wohltuende Wirkung. Die verschiedenen Düfte haben unter Umständen auch eine positive Wirkung auf die Psyche. Ob Entspannung oder Anregung gewünscht wird – aus einer umfangreichen Palette können die passenden Duftstoffe für die unterschiedlichsten Bedürfnisse ausgewählt werden.
Die Aromamassage basiert auf einfachen Grundtechniken der ganzheitlichen Massage und besteht aus sanften, fließenden Streichungen mit der Handfläche, tieferen Streichungen mit dem Gewicht auf dem Handballen und punktuellen mit Fingern und Daumen, die explizit Verspannungen lösen sollen. Aroma-Öl-Massagen werden in Massagepraxen, Wellnesssalons oder Wellnesshotels angeboten. Bei regelmäßiger Anwendung können Körper, Seele und Geist in Einklang gebracht werden.
Wie wirkt die Aromamassage?
Ätherische Öle für die Massage werden aus Blüten, Blättern, Wurzeln und Früchten hergestellt und haben vielfältige Heilkräfte und positive Effekte. Die Aroma-Öle gelangen bei den langsamen und fließenden Massagegriffen über die Haut in die Blutbahn und haben so eine Wirkung auf den Organismus. Sie stimulieren das Nerven-, Blut- und Lymphsystem und haben einen erfrischenden, erwärmenden, kühlenden oder entspannenden Effekt. Gleichzeitig wird das Aroma des Massageöls über die Nase aufgenommen und ins Gehirn weitergeleitet, was die Stimmung beeinflussen, Stress abbauen, positive Gefühle verstärken und allgemein das persönliche Wohlbefinden steigern kann.
Das Aroma wird an die individuellen Bedürfnisse angepasst. So eignet sich in einer stressigen Lebensphase am besten ein Aroma mit entspannender und ausgleichender Wirkung, wie zum Beispiel Lavendel oder Pfefferminz. Vor einem Fitness-Programm hingegen lohnt sich eine belebende Aromamassage mit Orange, Zitrone, Mandarine oder Lemongrass, um eine perfekte Basis für die sportliche Betätigung zu schaffen.
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Aromabad: Was ist das?
Was ist ein Aromabad?
Beim Aromabad wird mit ätherischen Ölen gearbeitet, die durch ein Destillierungsverfahren aus Pflanzen gewonnen werden und somit frei von künstlichen Zusatzstoffen sind. Während des Bades liegt man in einer größeren Badewanne, in der Wohlfühlen und damit das Entspannen leicht fällt. Ätherische Öle, die sich für Aromabäder eignen, sind:
Thymian
Rosmarin
Rose
Mandel
Kamille
Nelke
Zitrone
Eukalyptus
Lavendel
Vanille
Mandarine
Wie wirkt das Bad?
Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig. So führt das Bad zu einer angenehmen Entspannung und sensibilisiert für die Pflanzendüfte. Außerdem kann ein Aromabad das Gewebe straffen, bei der Entschlackung des Körpers und bei Hautproblemen helfen.
Aromabad in der Schwangerschaft?
Wenn man ein Aromabad in der Schwangerschaft genießen möchte, eignen sich unterschiedliche ätherische Öle. Dazu gehören beispielsweise Rosenöl, Zitrus, Johanniskraut, Lavendel oder Kastanie. Ein beliebtes Bad ist auch das Kleopatrabad, benannt nach der ägyptischen Pharaonin, die der Geschichte nach für ihre Schönheit gerne in Esel-Milch und Honig badete.
Aromabad für Zuhause?
Aromabäder können auch in der eigenen Badewanne als kurze Auszeit vom Alltag genossen werden. Hier sollte man beim Kauf der ätherischen Öle jedoch auf eine hohe Qualität achten.
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Almyurveda: Was ist das?
Was ist Almyurveda?
Almyurveda bedeutet im Grunde nichts anderes, als das theoretische Wissen der klassischen indischen Heilkunst Ayurveda zu kombinieren mit der praktischen Anwendung heimischer Nahrungsmittel und Pflanzen.
Wie wird Almyurveda umgesetzt?
Bei einer ayurvedischen Anwendung spielen sechs Geschmacksrichtungen die entscheidende Rolle, um das physische und psychische Gleichgewicht zurückzuerlangen. Beim Almyurveda kommen dann noch die heimischen Kräuter und Zutaten ins Spiel.
Die Süße von Milch und Honig, das Salz und die Sole, die Bitterkeit der Enzianpflanze oder die Schärfe von Radi – diese alpinen Pflanzen, Mineralien und Nahrungsmittel sind neben Beinwell, Hagebutten, Wegerich, Löwenzahn, Arnika oder Pfefferminze die heilenden Helfer, um Almyurveda durchzuführen.
Nicht nur Geschmacksrichtungen tragen zur indisch-bayerischen Heilkunst bei, auch Vitamine und Feuchtigkeit können über äußerliche Anwendungen aufgenommen werden. Beim Radi zum Beispiel die Schärfe, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Da der menschliche Körper über die Fußsohlen entgiftet, aber auch aufnimmt, eignet sich nichts besser als eine Radi-Fußsohlenmassage. Und gegen trockne Haut sorgen immer noch die bekannten Salatgurkenscheiben im Gesicht oder als Packung auf den Händen.
Die Alpen sind mit ihren Kräutern und Heilpflanzen, natürlichen Heilmitteln, wie Moor, Salz, Sole, Molke, Milch, Honig, Enzian, Thermal- und Mineralwasser, Nahrungsmitteln, Ölen und Heilsteinen eine wahre Naturapotheke und bieten alles, was eine a(lm)yurvedische Behandlung für die innere Balance benötigt.