Brainfood statt Junkfood – Erfolgreich tagen mit der richtigen Ernährung
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„Das Auge isst mit.“ Dass dieses Sprichwort tatsächlich stimmt, haben Forscher der amerikanischen Cornell-Universität schon vor Jahren bestätigt: Nicht nur die Menge auf dem Teller, sondern auch das Aussehen und Anrichten der Speisen beeinflussen das Essverhalten. Viel mehr aber noch isst das Gehirn mit, verbraucht es doch täglich mehr als 20 Prozent unseres Energiebedarfs. Und das unabhängig davon, wie dekorativ die Speisen serviert werden.
Brainfood sorgt für bessere Konzentration
„Nutritional Cognitive Neuroscience“ heißt die noch relativ junge Wissenschaft, die sich mit Nahrung fürs Gehirn beschäftigt und untersucht, wie sich unsere Ernährung auf den Gehirnstoffwechsel auswirkt. Ihr Lieblingsthema: Neuro Nutrion oder Brainfood – jene ballaststoff-, obst- und gemüsereiche Ernährung, die notwendig ist für das optimale Funktionieren der grauen Zellen. Und damit für eine bessere Hirnleistung und Laune, für Konzentration und Kreativität, für ein geringeres Stresserleben und einen tieferen Schlaf.

Wird das Gehirn gleichmäßig gut gefüttert, kann es tagsüber auf vollen Touren laufen und nachts regenerieren. Wer also während einer Tagung seinen Geist fit, frisch und leistungsfähig halten will, braucht dazu die optimale Ernährung. Nicht kalorienreich und ermüdend, sondern leicht, bekömmlich und sättigend sollte sie sein – und natürlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Obst und Joghurt, Nüsse und Müsliriegel, bunte Smoothies, Gemüse, Reis und Fisch, frisch und abwechslungsreich zubereitet – genau diese Lebensmittel benötigt unser geistiger Motor zum Arbeiten.
Viele Tagungshotels haben das erkannt und bieten entsprechende „Nervennahrung“ an. Zum Beispiel Nüsse und Trockenfrüchte auf den Seminartischen, Obst, Smoothies und kleine, gesunde Snacks während der Kaffeepause, Lachsfilet mit Wildreis und Blattspinat oder gefüllte Hähnchenbrust mit mediterranem Gemüse zum Mittag.

Lebensmittel, die es in sich haben:
- Gemüse und Salate enthalten eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen sowie reichlich Ballaststoffe, die die Gehirndurchblutung fördern. Damit ist Gemüse ein idealer Satt- und Fitmacher.
- Vollkornbrot und Wildreis liefern Magnesium und B-Vitamine, die als Nerven- und Gehirnvitamine gelten. Zudem enthalten Vollkornbrot und Naturreis ebenso wie Quinoa, Polenta, Bohnen, Haferflocken oder Bananen komplexe Kohlenhydrate, die die wichtigsten Energielieferanten des Gehirns sind und den Blutzuckerspiegel konstant halten. So können wir zum Beispiel mehrere Stunden fokussiert an etwas arbeiten.
- Geflügel gehört ebenso wie Spinat, Pfifferlinge oder Hülsenfrüchte zu den besten Eisenlieferanten. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen, der Sauerstoff zu den Organen und ins Gehirn transportiert. Geflügel ist zudem fettarm und leicht verdaulich.
- Olivenöl versorgt uns mit wichtigen ungesättigten Fettsäuren, die das Herz- Kreislaufsystem schützen. Außerdem enthält es reichlich Vitamin E, das die Gehirndurchblutung fördert.
- Eier, Milchprodukte und Sojaprodukte liefern Eiweiße, deren Bausteine, die Aminosäuren, im Gehirn als Vorläufer von Botenstoffen wie Dopamin oder Serotonin wirken – bestens bekannt als Glückshormone. Als Botenstoffe selbst werden sie gebraucht für die Kommunikation zwischen den Hirnarealen.
- Fisch ist die beste Omega 3-Fettsäurequelle. Diese Fettsäuren sind unerlässliche Bestandteile des Gehirns und der Nervenzellen. Sie wirken zu hohem Blutdruck und Herz-Kreislauferkrankungen entgegen. Gute Quellen für Omega 3-Fettsäuren sind auch Samen und Nüsse wie Mandeln und Walnüsse. Perfekte Snacks also für die Tagungspause.
- Beeren enthalten besonders viele Antioxidantien, die eine gute Gehirndurchblutung gewährleisten und Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindern.
Brainfood bedeutet auch: Viel trinken!
Beim Brainfood gilt außerdem noch eine ganz einfache, aber umso wichtigere Regel: viel trinken! Für die optimale Gehirnleistung ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung von großer Bedeutung, da der Körper täglich rund 2,5 Liter verliert.

Kontinuierlich zugeführte Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Gehirn gut durchblutet ist und ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Jeden Tag sollte man daher rund zwei Liter Flüssigkeit trinken. Damit ist aber nicht Alkohol gemeint.
Am besten (Mineral-)Wasser, da es kalorienfrei und mit wichtigen Mineralstoffen angereichert ist. In geringen Dosen ist sogar Koffein gut fürs Gehirn, weil es die Gefäße erweitert und die Konzentrationsfähigkeit erhöht. Frischgepresste Frucht- und Gemüsesäfte sowie Smoothies sind als Zwischenmahlzeiten perfekt geeignet.
Tipp: Auch außergewöhnliche Rahmenprogramme tragen dazu bei, dass Erlerntes besser im Gedächtnis bleibt. Mehr dazu finden Sie hier.