Kreatives Wellnessparadies im Bayerischen Wald
- Outdoor-Barfußweg und Entschleunigungspark in der Gartenanlage
- neu gestaltete Zimmer und Spa-Suiten, alle mit Klimaanlage
- bis zu fünf Saunaaufgüsse am Tag
- Ruheraum »Waldklause«, in dem japanische Teehaus-Atmosphäre auf Ortsgeschichte mit Waldvater Engelmar trifft
Schaukelstühle in der Sauna? Da muss ich hin. Der Übersichtsplan hilft mir, den Weg zur »Holzfällerhütte« zu finden. Das vor mehr als 40 Jahren gegründete Hotel von Gastgeberfamilie Wagnermayr, damals schon mit Whirlpool und Sauna, ist alle paar Jahre erweitert und modernisiert worden. Dementsprechend weitläufig ist der Angerhof über mehrere Etagen in den Südhang gebaut. Stets mit Weitblick vom 900 Meter hoch gelegenen Luftkurort auf die Ebene des Gäubodens.
»WaldSpa« heißt der Wellnessbereich, der sich übers erste und zweite Untergeschoss erstreckt. Riesig! Und thematisch bis ins kleinste Detail in der Umgebung verwurzelt – ein fantasievolles Spiel mit dem Bayerischen Wald. Ganz nach dem Motto des Hauses: Von allem etwas mehr. Neugierig öffne ich die Türen zu Ruheräumen mit Namen wie »Gläserner Wald«, »Korallen-« oder »Zwitscherwald«.
Daneben die Wasserwelt mit sieben Pools wie dem Sole-Außenpool, der von einer überdimensionalen, weißen Giraffe mit Kronleuchter im Maul dominiert wird. Das extravagante Designobjekt aus Italien kam per Kran an seinen Platz, der nun – sehr passend – »Waldsafari« heißt. Nur eine der kreativen Ideen von Inhaber Franz Wagnermayr, der immer das Besondere sucht. Oder wie es seine Ehefrau Maria schmunzelnd ausdrückt: »Er macht nie das, was andere machen.« Gedanklich abgeschweift, finde ich mich plötzlich auf einer Sprudelliege im Outdoor-Infinitypool wieder. Eigentlich wollte ich ein Stockwerk tiefer, wo sich die Themensaunen befinden: Die »Pfahl-Quarz-Sauna« (angelehnt an das nahe geologische Wunder Quarzriff) oder die »Agnes-Bernauer-Badstube«, in der ein regionaler Künstler die tragische Liebesgeschichte zwischen der schönen Baderstochter und dem Herzogssohn verbildlicht hat.
Nun habe ich mein Ziel erreicht, die Holzfällerstube in der zweistöckigen Sauna namens »Holzfällerhütte«. Bei gut 50 Grad Celsius schlendere ich an der urigen Eckbank, dem Kruzifix an der Holzwand, am Brotbackofen und dem Wandregal mit Oma-Geschirr sowie gefüllten Kräuterschalen vorbei. Um schließlich staunend in einen Schaukelstuhl vor dem Panoramafenster zu sinken.
