Feine Ferien für alle Felle
- fein: Hunde wohnen kostenlos – egal, wie viele man mitbringt
- familiär: nette Atmosphäre, in der Gäste schnell miteinander in Kontakt kommen
- fantastisch: Wanderungen in der herrlichen Natur des Nationalparks Bayerischer Wald
- Frauensache: Hundetrainings bei Elke oder Ursula auf Anfrage
Man sollte ja meinen, dass Andreas Althaus‘ duftender Schweinsbraten die ultimative Verführung für jeden Hund darstellt. Aber nein, es war Andreas‘ hausgemachter Apfelstrudel, bei dem der ansonsten so wohlerzogene Bruno die Beherrschung verlor. Kaum hatte der Küchenchef des Bärenhofs den Teller vor Brunos Herrchen abgestellt, stieg der Deutsch Drahthaar-Rüde senkrecht in die Höhe und schnapp – war der Apfelstrudel weg. Diese und viele andere lustige Geschichten wissen Sabrina und Andreas Althaus aus ihrem Leben als »Hunde-Hoteliers« zu erzählen. Die gute Küche ist übrigens nur einer von vielen Gründen, weshalb Mensch und Hund so gerne in Philippsreut Urlaub machen.
Vierbeiner wohnen im Bärenhof kostenlos, und so gestaltet sich der Urlaub vor allem mit mehreren Tieren hier deutlich günstiger als anderswo. Man findet allerdings anderswo auch kaum ein Hotel, das so mit Herz und Seele auf Hunde eingestellt ist. Sie dürfen mit ins Restaurant und die großzügigen Zimmer und Appartements bieten jede Menge Platz für sie. Apropos Platz: 14 Hektar umfasst das direkt ans Hotel angrenzende Areal – mit einem Quellwasser-Badeteich für die Fellnasen und einem 1.000 Quadratmeter großen, eingezäunten Areal für die Ausbüx-Kandidaten. Im Winter kann man auf Deutschlands einziger Hundeloipe mit dem Vierbeiner langlaufen oder ihn in der Activityhalle über einen Parcours schicken.
Wie man im Bärenhof auf den Hund kam? Durch Erik Zimen. Der bekannte Wolfsforscher buchte 1995 das kleine niederbayerische Hotel für die Wanderung »Auf den Spuren der Wölfe« – mit 15 Personen und 32 (!) Hunden. Zwei- wie Vierbeinern gefiel es ausnehmend gut, worauf in der Folge zahlreiche Gruppentrainings im Bärenhof stattfanden. »2005 haben wir uns dann endgültig auf Gäste mit Hunden spezialisiert«, erzählt Sabine Althaus. Und ihre Familie hat die Entscheidung nie bereut. Auch wenn Andreas ab und an eine zusätzliche Portion Apfelstrudel einplanen muss.