Wellness mit Weitblick
- ideale Lage für Aktive (ab Haustüre Wandern, Biken und Langlaufen, zwei Golfplätze im Nachbarort)
- viel Platz durch zwei unterschiedliche Wellnessbereiche und sehr schöner Naturschwimmteich im Garten
- Nadias Ganzkörpermassage mit Zirbenöl
Es regnet. Hochsommer. Ich ziehe meine Bahnen im Naturschwimmteich und muss gestehen, dass ich Regen noch nie so genossen habe. Mein Blick schweift über das weite Hochtal auf 1.200 Metern, über sattgrüne Wiesen zu den Nebelschwaden, die um die drei umgebenden Gebirgsmassive ziehen: Mieminger Kette, Wettersteingebirge und Karwendel.
Vom Garten-Spa, in dem es unter anderem eine Heusauna und eine Tiroler Schwitzstube gibt, sind die beiden Türmchen des Adults only-Hotels gut zu sehen. Schlosscharakter, worauf die Mutter von Hotelchef Sebastian Rödlach bei einer der zahlreichen Erweiterungen bestand. Seit Generationen führt die Familie das Haus. Ein verglaster Gang führt mich in den zweiten Wellnessbereich, der 2022 gebaut wurde: Design-Dampfbad, Innen- und Außenpool, Lounges auf mehreren Etagen mit Relaxbetten, Schwingliegen und Couches drinnen und draußen. Ganz modern. Und doch schaffen kleine Details die Verbindung zum Tiroler Landhausstil, der sich mit verspielten Treppengeländern, roten Teppichen in den Gängen und Alpenbarock-Lampen konsequent durchs Hotel zieht.
»Wir leben nachhaltig und schonen Ressourcen, indem wir unsere handgeschnitzten Decken nicht rausreißen, sondern auffrischen«, sagt Sebastian Rödlach. Vor allem jüngere Gäste würden diesen Stil lieben. Er entspricht ja auch der Region. Wie die gut bürgerliche Küche, die auf Ehrlichkeit im Sinne von Reduktion auf das Wesentliche – alles selbstgemacht – setzt. Womit wir wieder beim Genießen wären. Während die warmen Regentropfen auf mein Gesicht prasseln, stelle ich mir vor, wie es hier im Winter ist: Skistall-Türe auf und direkt auf die schneesichere Hauptloipe der Langlauf-Region Seefeld/Leutasch/Mösern/Reith/Scharnitz. Morgen, wenn die Sonne wieder scheint, schwinge ich mich aufs Mountainbike – oder doch lieber wandern?
